Strontiumnitrat

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Strukturformel
Strontiumion   2.svgNitration
Allgemeines
Name Strontiumnitrat
Andere Namen

Salpetersaures Strontium

Summenformel Sr(NO3)2
CAS-Nummer 10042-76-9
PubChem 24848
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle, die sich in der Hitze zersetzen[1]

Eigenschaften
Molare Masse 211,63 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,99 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

570 °C[2]

Siedepunkt

Zersetzung[2]

Löslichkeit

gut in Wasser (660 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272-315-319
P: 210-​221-​302+352-​305+351+338-​321-​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Brandfördernd Reizend
Brand-
fördernd
Reizend
(O) (Xi)
R- und S-Sätze R: 8-36/38
S: 17-26
LD50
  • 1826 mg·kg−1 (Maus, peroral)[4]
  • 2750 mg·kg−1 (Ratte, peroral)[4]
  • 3865 mg·kg−1 (Kaninchen, peroral)[4]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Strontiumnitrat, Sr(NO3)2, ist das Strontiumsalz der Salpetersäure. Es wird als Oxidationsmittel in der Pyrotechnik verwendet und gibt dort die strontiumtypische tiefrote Flammenfarbe.

Herstellung

Strontiumnitrat wird hergestellt, indem Strontiumcarbonat in Salpetersäure aufgelöst wird.

$ \mathrm{SrCO_3 + 2 \ HNO_3 \rightarrow \ Sr(NO_3)_2 + \ H_2O + \ CO_2} $

Eigenschaften

Wasserfreies Strontiumnitrat kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Raumgruppe Pa3 mit dem Gitterparameter a = 778,13 pm. In der Elementarzelle befinden sich vier Formeleinheiten.[5] Die Kristalle sind isotyp zu Bariumnitrat. Das Tetrahydrat bildet monokline Kristalle mit der Raumgruppe C2/c, den Gitterparametern a = 1112 pm, b = 1417 pm, c = 634 pm, β = 123,75° und vier Formeleinheiten in der Elementarzelle.[6]

Verwendung

Strontiumnitrat wird u.a. in der Pyrotechnik verwendet.

Einzelnachweise

  1. Römpp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Eintrag zu Strontiumnitrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3.8.2007 (JavaScript erforderlich)
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. 4,0 4,1 4,2 Sicherheitsdatenblatt (hedinger)
  5. H. Nowotny, G. Heger: "Structure refinement of strontium nitrate, Sr(NO3)2, and barium nitrate, Ba(NO3)2" in Acta Cryst. 1983, C39, S. 952-956 doi:10.1107/S0108270183006976
  6. B. Ribár, B. Matković und M. šljukić: "Die Kristallstruktur von Strontiumnitrat-Tetrahydrat, Sr(NO3)2 · 4 H2O" in Zeitschrift für Kristallographie 1972, 135, S. 137-144. doi:10.1524/zkri.1972.135.1-2.137

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