Vanadium(III)-iodid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Vanadium(III)-iodid
__ V3+     __ I
Allgemeines
Name Vanadium(III)-iodid
Andere Namen
  • Vanadiumtriiodid
  • Vanadin(III)-iodid
  • Vanadintriiodid
Verhältnisformel VI3
CAS-Nummer 15513-94-7
PubChem 84960
Kurzbeschreibung

kristalliner, braunschwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 431,655 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,21 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

sublimiert bei 80–100 °C[1]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280-​305+351+338-​310 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 22-26-27-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Vanadium(III)-iodid ist eine chemische Verbindung der Elemente Vanadium und Iod. Es ist ein braunschwarzer, hygroskopischer Feststoff, der bei 80–100 °C sublimiert[1].

Gewinnung und Darstellung

Vanadium(III)-iodid kann aus den Elementen gewonnen werden[2]:

$ \mathrm{2\ V + 3\ I_2 \longrightarrow 2\ VI_3} $
Vanadium reagiert mit Iod beim Molverhältnis 2:3 zu Vanadium(III)-iodid.

Eigenschaften

Vanadium(III)-iodid kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem in der Raumgruppe $ R\bar{3} $ mit den Gitterparametern a = 692,5 pm und c = 1991 pm sowie 6 Formeleinheiten pro Elementarzelle. Es entspricht damit einer Bismut(III)-iodid-Struktur.[5]

Vanadium(III)-iodid ist oxidationsempfindlich und hygroskopisch. Es löst sich in Wasser unter Bildung von [V(H2O)6]3+-Ionen.[2]

Verwendung

Vanadium(III)-iodid ist ein Zwischenprodukt bei der Reinigung von Vanadium durch das Van-Arkel-de-Boer-Verfahren. Dabei wird das Vanadium(III)-iodid bei relativ niedrigen Temperaturen aus den Elementen gebildet, sublimiert und zersetzt sich an einem heißen Draht wieder in die Elemente.[6]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Vanadium(III)-iodid auf webelements.com
  2. 2,0 2,1 2,2  Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1550.
  3. 3,0 3,1 3,2 Datenblatt Vanadium(III) iodide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. April 2011.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. W. Pies, A. Weiss: a3622, I.4.1 Simple iodides and their solid solutions. In: K.-H. Hellwege, A. M. Hellwege (ed.): SpringerMaterials - The Landolt-Börnstein Database. doi:10.1007/10201462_57.
  6.  Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1543.

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