Isobutylamin

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Strukturformel
Strukturformel von Isobutylamin
Allgemeines
Name Isobutylamin
Andere Namen
  • 1-Amino-2-methylpropan
  • i-Butylamin
  • 2-Methylpropylamin
  • iso-Butylamin
  • iso-BA
Summenformel C4H11N
CAS-Nummer 78-81-9
PubChem 6558
Kurzbeschreibung

leichtentzündliche, leicht flüchtige, farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 73,14 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,73[1]

Schmelzpunkt

−85 °C[1]

Siedepunkt

66 °C[1]

Dampfdruck

133 hPa (19 °C)[1]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,397[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225-301-314
P: 210-​280-​301+310-​305+351+338-​310 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Leichtentzündlich Ätzend
Leicht-
entzündlich
Ätzend
(F) (C)
R- und S-Sätze R: 11-22-34
S: 16-26-36/37/39-45
MAK

2 ml·m−3 bzw. 6,1 mg·m−3[1]

LD50

240 mg·kg−1 (Ratte, oral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Isobutylamin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Amine. Es ist eines der vier isomeren Amine (neben tert-Butylamin, n-Butylamin und sec-Butylamin) des Butans.

Vorkommen

Isobutylamin kommt natürlich in einigen Algen und Pflanzen vor.[6]

Gewinnung und Darstellung

Isobutylamin kann durch Reaktion von Isopropanol mit Ammoniak und Wasserstoff dargestellt werden.[7]

Eigenschaften

Die wässrige Lösung von Isobutylamin reagiert stark alkalisch.

Verwendung

Isobutylamin wird im geringem Umfang für organische Synthesen und in Insektiziden verwendet.[6]

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe von Isobutylamin können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt −13 °C, Zündtemperatur 370 °C) bilden.[1] Mit nitrosierenden Agentien kann es zur Bildung krebserzeugender Stoffe kommen.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 Eintrag zu CAS-Nr. 78-81-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Oktober 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. 2,0 2,1 Datenblatt Isobutylamin bei Merck, abgerufen am 23. Februar 2010..
  3. Datenblatt Isobutylamin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. Februar 2010..
  4. 4,0 4,1 Datenblatt Isobutylamine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 6. April 2011.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. 6,0 6,1 Philip Hall Howard, Handbook of Environmental Fate and Exposure Data for Organic Chemicals, ISBN 0-87371-204-8.
  7. XVII. METHYLAMINE (fischer-tropsch)