Calciumoxalat

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Strukturformel
Strukturformel Calciumoxalat
Allgemeines
Name Calciumoxalat
Andere Namen
  • Kalziumoxalat
  • Calciumethandioat
Summenformel CaC2O4
CAS-Nummer
  • 563-72-4
  • 5794-28-5 (Monohydrat)
Kurzbeschreibung

farblose kubische Kristalle (Monohydrat)[1]

Eigenschaften
Molare Masse 128,10 g·mol−1
146,12 g·mol−1 (Monohydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,12 g·cm−3 (Monohydrat)[2]

Schmelzpunkt

200 °C (Kristallwasserabgabe)[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302-312
P: 280 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 21/22
S: (2)-24/25
LD50

375 mg·kg−1 (Ratte, peroral)[6]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumoxalat ist ein Calciumsalz der Oxalsäure. Es besitzt die Summenformel CaC2O4 und gehört zur Stoffgruppe der Oxalate.

Vorkommen

In der Natur kommt Calciumoxalat als Hauptbestandteil von Nierensteinen und Bierstein vor. Darüber hinaus kommt es in vielen Pflanzen als Fraßverteidigung vor (so z. B. in der Schild-Ampfer, Schmerwurz, Rhabarber, Pastinaken, in Dieffenbachien und Aronstabgewächsen). Neben diesen biologischen Quellen kommt Calciumoxalat in der Natur in Hydratform als die seltenen Mineralien Whewellit und Weddellit vor.

Gewinnung und Darstellung

Calciumoxalat ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Oxalsäure. Dabei wird Natriumoxalat mit Calciumhydroxid in das schwerlösliche Calciumoxalat überführt, aus dem die Oxalsäure mit Schwefelsäure freigesetzt wird.

$ \mathrm{Na_2C_2O_4 + Ca(OH)_2 \longrightarrow CaC_2O_4 + 2 \ NaOH} $
$ \mathrm{CaC_2O_4 + H_2SO_4 \longrightarrow H_2C_2O_4 + CaSO_4} $

Chemische Eigenschaften

Calciumoxalat ist ein farbloses Salz der Oxalsäure, das rhombische Kristalle bildet. Beim Erhitzen auf etwa 200 °C zerfällt die Verbindung unter Freisetzung von Kohlenmonoxid und der Bildung von Calciumcarbonat.[7]

$ \mathrm{CaC_2O_4 \longrightarrow CaCO_3 + CO} $

Verwendung

Calciumoxalat dient als Nachweis für Calciumionen. Gibt man eine oxalathaltige Lösung zur zu bestimmenden calciumhaltigen Lösung, fällt das schwer lösliche Calciumoxalat aus. Weiterhin dient es als Bleichmittel und findet als Metallreiniger Verwendung. Es wird auch als Glanzschicht auf der Oberfläche von Natursteinen erzeugt (siehe Glanz von Natursteinen).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Römpp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. 2,0 2,1 Datenblatt Calciumoxalat-Monohydrat bei AlfaAesar, abgerufen am 31. Januar 2010 (JavaScript erforderlich).
  3. 3,0 3,1 Nicht explizit in EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Salze der Oxalsäure“; Eintrag aus der CLP-Verordnung zu Salze der Oxalsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. April 2012 (JavaScript erforderlich) Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „CLP_530072“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  4. Datenblatt Calciumoxalat bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. März 2011.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. Datenblatt Calciumoxalat bei Carl Roth, abgerufen am 31. Januar 2010.
  7. Kutaish, N.; Aggarwal, P.; Dollimore, D.: Thermal analysis of calcium oxalate samples obtained by various preparative routes in Thermochim. Acta 297 (1997) 131-137, doi:10.1016/S0040-6031(97)00002-6.

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