Americium(III)-iodid


Americium(III)-iodid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Americium(III)-iodid
__ Am3+     __ I
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

$ R\bar3 \; $

Gitterkonstanten

a = 742 pm
c = 2055 pm

Allgemeines
Name Americium(III)-iodid
Andere Namen

Americiumtriiodid

Verhältnisformel AmI3
CAS-Nummer 13813-47-3
Kurzbeschreibung

hellgelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 623,78 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,04 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

950 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Radioaktivität
Radioaktiv
 
Radioaktiv
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Americium(III)-iodid ist ein Iodid des künstlichen Elements und Actinoids Americium mit der Summenformel AmI3. In diesem Salz tritt Americium in der Oxidationsstufe +3 auf.

Darstellung

Zur Synthese von Americium(III)-iodid wird Americium(III)-chlorid mit Ammoniumiodid umgesetzt.[4]

$ \mathrm{AmCl_3\ +\ 3\ NH_4I\ \longrightarrow\ AmI_3\ +\ 3\ NH_4Cl} $

Eigenschaften

Americium(III)-iodid ist eine hellgelbe Ionenverbindung bestehend aus Am3+- und I-Ionen. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem in der Raumgruppe R3 mit den Gitterparametern a = 742 pm und c = 2055 pm und sechs Formeleinheiten pro Elementarzelle. Seine Kristallstruktur ist isotyp mit Bismut(III)-iodid.[4][2]

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der Gefahrstoffverordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1969.
  2. 2,0 2,1 Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, System Nr. 71, Transurane, Teil C, S. 154.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. 4,0 4,1 L. B. Asprey, T. K. Keenan, F. H. Kruse: „Crystal Structures of the Trifluorides, Trichlorides, Tribromides, and Triiodides of Americium and Curium“, in: Inorg. Chem., 1965, 4 (7), S. 985–986; doi:10.1021/ic50029a013.

Literatur

  • Wolfgang H. Runde, Wallace W. Schulz: Americium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 1265–1395; doi:10.1007/1-4020-3598-5_8.