Eisen(II)-oxalat

Strukturformel
Eisen-(II)-Ion Oxalation
Allgemeines
Name Eisen(II)-oxalat
Andere Namen

Ferrooxalat

Summenformel FeC2O4
CAS-Nummer
  • 516-03-0
  • 6047-25-2 (Dihydrat)
  • 166897-40-1 (Hexahydrat)
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 143,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,28 g·cm−3 (Dihydrat)[1]

Schmelzpunkt

190 °C (Dihydrat,Zersetzung)[1]

Löslichkeit
  • schlecht in Wasser[1]
  • löslich in anorganischen Säuren[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302-312
P: 280 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 21/22
S: 24/25
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Eisen(II)-oxalat ist ein Eisensalz der Oxalsäure.

Vorkommen

Natürlich kommt Eisen(II)-oxalat-dihydrat als Mineral Humboldtin (nach Friedrich Heinrich Alexander von Humboldt) vor.[5]

Gewinnung und Darstellung

Man kann Eisen(II)-oxalat durch die Reaktion von wässrigen Eisen(II)-salzlösungen mit Oxalsäure oder Alkalioxalaten herstellen.

$ \mathrm{FeSO_4 + H_2C_2O_4 \longrightarrow FeC_2O_4 + H_2SO_4} $[6]

Eigenschaften

Eisen(II)-oxalat als Pulver

Eisen(II)-oxalat bildet blassgelbe, rhombische Kristalle. Das Dihydrat kommt in zwei verschiedenen (monoklin und orthorhombisch) Kristallformen vor.[7][8]

Wird Eisen(II)-oxalat auf über 190 °C erhitzt, so erhält man die sogenannte Wüstit-Phase[9] , ein schwarzes Eisenoxid-Produkt, das einen mehr oder minder großen Eisenunterschuß gegenüber der Formel FeO aufweist. Nachfolgend die Gleichung dieser Reaktion:

$ \mathrm {FeC_2O_4\ \xrightarrow{\triangle H>0} Fe_<{_1{_,{_0O}}} + CO + CO_2} $.
Eisenoxalat zerfällt bei Erhitzung zu → Eisen(II)-oxid + Kohlenstoffmonoxid + Kohlenstoffdioxid

Unter bestimmten Bedingungen kann über diese Reaktion auch stöchiometrisches Eisen(II)-oxid dargestellt werden (siehe hier).


Verwendung

Verwendung findet Eisen(II)-oxalat seit 1879 in der Fotografie als Entwickler.[10] Es wird weiterhin für optische Gläser verwendet.[11]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Datenblatt Eisen(II)-oxalat (Dihydrat) bei AlfaAesar, abgerufen am 7. Januar 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. Ferrous oxalate, battery grade (Mutual Chemical)
  3. 3,0 3,1 Datenblatt Iron(II) oxalate dihydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. März 2011.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Humboldtin (mindat)
  6. http://www.freepatentsonline.com/3846460.html
  7. I. Sledzinska and A. Murasik: "Nuclear and magnetic diffuse scattering of neutrons from β-ferrous oxalate dihydrate", in: Journal of Applied Crystallography, 1988, 21 (5), 504–511; doi:10.1107/S0021889888005758.
  8. Mössbauer spectroscopy of polymorphous iron oxalate (Hyperfine Interactions)
  9. Holleman-Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie, 37.-39. Auflage, Walter de Gruyter Verlag, Berlin 1956, S. 534.
  10. Sir William De W. Abney: "Instruction in Photography" (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche)
  11. Spektroskopische Untersuchungen (Schott)

Weblinks

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