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Zunächst muss für die Reaktion das Dichlorcarben erhalten werden. Zu diesem Zweck reagiert Chloroform1 zunächst mit der Base über das Carbanion 2 zum Dichlorcarben 3 (Singulett-Carben). Dabei wird Chloroform deprotoniert und spaltet dann ein Chloridion ab.
Nun wird das Dichlorcarben mit Phenol zur Reaktion gebracht. Phenol 4 liegt unter den Reaktionsbedingungen als Phenolat5 vor. Das Dichlorcarben 3 lagert sich am mesomeren Phenolat-Anion in ortho-Position an (6). Aus dem Primärprodukt (6) entsteht durch Protonenwanderung das Carbanion (7). Nach der Abspaltung eines Chloridions und einer anschließenden Rearomatisierung wird das entstandene Carbeniumion 9 hydrolysiert und das Phenolatanion 11 erhalten. Nach weiterer Chloridion-Abspaltung entsteht ein Dienon 12, das nach einer Dienon- Phenol-Umlagerung zum aromatischen Endprodukt 13tautomerisiert.[1][5]
Die Ausbeute der Reaktion liegt im Allgemeinen unter 50 %, daher wird sie nur noch selten angewandt. Ihr Vorteil liegt in der ortho-Selektivität. Die Reaktion kann durch Ultraschall günstig beeinflusst werden, die Reaktionszeit verkürzt sich und die Ausbeute steigt.
Literatur
H. Wynberg: In Chemical Review1960, 60, 169
H. Wynberg, E.W. Meijer: In Organic Reactions1982, 28, 2.
H. Wynberg: In Comp. Org. Syn.1991, 2, 769-775.
Einzelnachweise
↑ 1,01,1László Kürti, Barbara Czakó: Strategic Applications of Named Reactions in Organic Synthesis; Elsevier Academic Press, Burlington-San Diego-London 2005, 1. Auflage; ISBN 0-12-369483-3.