Otto-Bayer-Preis

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Der Otto-Bayer-Preis wurde von Otto Bayer (1902–1982), der über viele Jahre die Forschung der Bayer AG leitete, als Verfügung in seinem Testament gestiftet. Bayer, der nicht mit den Firmengründern verwandt ist, gilt als Erfinder der Polyurethan-Chemie.

Der 1984 ins Leben gerufene Otto-Bayer-Preis ist mit 75.000 Euro dotiert (Stand 2011) und wurde zunächst jährlich, seit 1996 alle zwei Jahre – im Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis – an Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum für herausragende Forschungsleistungen in zukunftsweisenden Gebieten der Chemie und Biochemie verliehen.

Verliehen wird der Otto-Bayer-Preis durch die Bayer Science & Education Foundation.

Preisträger

  • 1984 Gerhard Wegner, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz
  • 1985 Heinz Saedler, Jozef Schell und Klaus Hahlbrock, Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung, Köln
  • 1986 Horst Kessler, TU München, und Manfred T. Reetz, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim
  • 1987 Martin Jansen, Universität Bonn, und Arndt Simon, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart
  • 1988 Johann Deisenhofer, Howard Hughes Medical Institute, University of Texas, Southwestern Medical Center, und Hartmut Michel, Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt
  • 1989 Helmut Schwarz, TU Berlin
  • 1990 Wolfgang A. Herrmann, TU München, und Kurt Peter C. Vollhardt, University of California, Berkeley
  • 1991 Martin Quack, ETH Zürich
  • 1992 Herbert Jäckle, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, und Christiane Nüsslein-Volhard, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
  • 1993 François Diederich, ETH Zürich, und Dieter Hoppe, Universität Münster
  • 1994 Robert Schlögl, Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin
  • 1995 Gerhard Erker, Universität Münster, und Paul Knochel, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1996 Stefan Jentsch, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
  • 1998 Ulrich Koert, Universität Marburg, und Carsten Bolm, RWTH Aachen
  • 2001 Herbert Waldmann, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund
  • 2003 Christian Griesinger, Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen
  • 2006 Alois Fürstner, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim/Ruhr
  • 2008 Thomas Carell, Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • 2010 Detlef Weigel, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
  • 2012 Benjamin List, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr

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