Otmar Freiherr von Verschuer

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Otmar Freiherr von Verschuer (* 16. Juli 1896 in Richelsdorfer Hütte; † 8. August 1969 in Münster (Westfalen)) war ein deutscher Mediziner, Humangenetiker und Zwillingsforscher. Laut Karl Brandt war Verschuer führender Rassenhygieniker der NS-Zeit.[1]

Leben

Am 16. Juli 1896 wurde er in Richelsdorfer Hütte als Kind des Grubenunternehmers, kurhessischen Offiziers und Kaufmanns Hans von Verschuer sowie seiner Frau Charlotte, geb. v. Arnold geboren. Er ist Spross eines nordhessischen Adelsgeschlechts. Nach dem Besuch der Oberrealschule Karlsruhe legte er dort 1914 sein Abitur ab. Er ließ sich für das Wintersemester 1914/15 im Fach Rechtswissenschaften an der Universität Bonn einschreiben, meldete sich aber im August 1914 als Kriegsfreiwilliger und nahm aktiv am Ersten Weltkrieg teil.

Seine Einsätze brachten ihn nach Frankreich, Belgien und Russland. Im Laufe des Krieges wurde er dreimal verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse sowie dem Orden vom Zähringer Löwen und dem Verwundetenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Bei Kriegsende nahm Verschuer den Rang eines Oberleutnants ein. Weihnachten 1918 kehrte er zu seiner Familie zurück.

Studium

Ab 1919 studierte Verschuer Medizin an der Universität Marburg. Er war im dortigen VDSt korporiert. Er organisierte sich außerdem im Studentenkorps Marburg (StuKoMa) von Bogislav von Selchow. Als rechte Hand und erster Adjutant von Selchows führte Verschuer im März 1920 im Rahmen des Kapp-Putsches das Bataillon des StuKoMa zu einem Einsatz vor Ort in Thüringen. Die folgenden Ereignisse gingen als Morde von Mechterstädt in die Geschichte ein. Laut Nadine Schröder soll Verschuer an der Erschießung von fünfzehn „Aufständischen“ beteiligt gewesen sein.[2] Aufgrund der damaligen öffentlichen Empörung über die Morde wurden die unmittelbar tatbeteiligten Studenten wegen Mordes angeklagt und vor Militärgerichte gestellt. Zwei unterschiedliche Hauptverfahren endeten jedoch jeweils mit einem Freispruch. In Marburg wurde für Verschuer „der Boden unter den Füßen zu heiß“[3], so dass er gemeinsam mit seinem Freund Karl Diehl an die Universität Hamburg wechselte und von dort aus nach München, wo er sein Studium beendete. Im Wintersemester 1921/1922 war er Gast an der Universität Freiburg, wo er seinen zukünftigen Mentor Eugen Fischer kennenlernte.

1923 begann Verschuer an der Universität Tübingen als Assistent von Wilhelm Weitz, der ihm sein Spezialgebiet nahe brachte, die erbbiologische Forschung mit Zwillingen. 1927 ging er an das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dahlem. Er versuchte die Rassentheorie wissenschaftlich zu belegen. Seine Bejahung der rassistischen nationalsozialistischen Rassenhygiene geht aus einem Beitrag in der Zeitschrift Der Erbarzt aus dem Jahr 1935 hervor: „Der Führer ... ist der erste Staatsmann, der die Erkenntnisse der Erbbiologie und Rassenhygiene zu einem bedeutenden Prinzip der Staatsführung gemacht hat“.[4]

Professur in Frankfurt

1935 wechselte Verschuer an das Institut für erbbiologische Forschung (im ehemaligen Gebäude des Institutes für Sozialforschung) in Frankfurt, wo er auch als Gutachter bei rassenhygienischen Sterilisationen arbeitete.[5] 1936 wurde Verschuer zum Professor an der Universität Frankfurt am Main ernannt, 1938 promovierte Josef Mengele bei ihm. Bereits 1936 gehörte Verschuer dem Beirat der Forschungsabteilung Judenfrage des Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands an.[1] In einer Rede in der Universität über „Rassenhygiene als Wissenschaft und Staatsaufgabe“ sagte der Antisemit Verschuer unter anderem:

„Der Staat Adolf Hitlers, der zum ersten Mal die Erb- und Rassenpflege wirksam zur Durchführung gebracht hat, ist also gleichzeitig ein Staat, der die Erziehung des Volkes wie kein anderer Staat stark in die Hand genommen hat“

Benno Müller-Hill: Das Blut von Auschwitz und das Schweigen der Gelehrten. In: Doris Kaufmann (Hrsg.): Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Wallstein, ISBN 3-89244-423-4, S. 191

Verschuer war Herausgeber der Zeitschrift Der Erbarzt, die bis 1939 als Beilage zum Deutschen Ärzteblatt erschien. Darin schrieb er unter anderem im Januar 1940 im Leitartikel:

„Die mit uns geführten vereinten Völker erkennen mehr und mehr, daß die Judenfrage eine Rassenfrage ist, und daß sie deshalb eine Lösung finden muß, wie sie von uns zunächst für Deutschland eingeleitet wurde. “

– Benno Müller-Hill: Das Blut von Auschwitz und das Schweigen der Gelehrten. S. 193

1940 trat Verschuer der NSDAP bei und wurde Mitherausgeber des Lehrbuchs Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene, des sogenannten Baur/Fischer/Lenz.[1] Verschuer war als Nachfolger von Eugen Fischer von Oktober 1942 bis 1948 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik, außerdem Fachmann für Biologie der Forschungsabteilung Judenfrage des Amtes Rosenberg.[6] 1941 war er geladener Gast bei der Eröffnung von Alfred Rosenbergs Institut zur Erforschung der Judenfrage,[1] das als erste Einrichtung einer geplanten Hohen Schule der NSDAP in Frankfurt am Main entstand. Ende 1942 wurde Verschuer in den Beirat der neu gegründeten Gesellschaft für Konstitutionsforschung berufen.[1] 1943 wurde Verschuer Honorarprofessor in Berlin, wo er 1944 in den wissenschaftlichen Beirat des Generalkommissars für das Sanitäts- und Gesundheitswesen Karl Brandt aufgenommen wurde.[1]

Assistent Verschuers in den 1940er Jahren war Josef Mengele. In Verschuers Untersuchung „Spezifische Eiweißkörper“ wurde die Blutreaktion auf Infektionskrankheiten erforscht. Mengele infizierte im KZ Auschwitz-Birkenau zu diesem Zweck Menschen „verschiedener geographischer Herkunft“ mit Krankheitserregern und sandte die Proben an Verschuer nach Berlin. Diese Forschung wurde von der DFG finanziert, der Verschuer offen über den Ort der Forschung, das KZ-Auschwitz, berichtete.[7] Auch Verschuers wissenschaftliche Mitarbeiterin Karin Magnussen kooperierte mit Mengele. Für ihre ebenfalls von der DFG geförderte Forschung zur Iris-Heterochromie erhielt sie von Mengele die Augen ermordeter Auschwitzhäftlinge.[8] Im Januar 1945 wurde Verschuer zum Vorsitzenden der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte gewählt, konnte sein Amt jedoch nicht mehr antreten.

Nachkriegszeit und Rehabilitierung

Am Ende des Zweiten Weltkriegs übersiedelte Verschuer 1945 nach Solz bei Bebra.[1] Im Jahre 1946 wurde Verschuer von einer Spruchkammer in Frankfurt a. M. im Rahmen der Entnazifizierung als „Mitläufer“ eingestuft und zu einer Buße von 600 RM verurteilt. Robert Havemann, kommissarischer Leiter der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, protestierte gegen diesen Vorgang.

In einer eidesstattlichen Erklärung an Otto Hahn, den von der britischen Militärregierung anerkannten Präsidenten der KWG, schrieb Verschuer am 10. Mai 1946 unter anderem über Josef Mengele:

„Ein Assistent meines früheren Frankfurter Instituts, Dr. M. ... wurde gegen seinen Willen als Arzt an das Lazarett des Konzentrationslagers Auschwitz kommandiert; alle, die ihn kannten, bekamen zu erfahren, wie unglücklich er darüber war und wie er unermüdlich Versuche unternahm, ein ablösendes Kommando zur Front zu erreichen, leider vergeblich. Von seiner Arbeit ist nur bekannt geworden, daß er sich bemüht hat, den Kranken ein Arzt und Helfer zu sein.“

Otmar Freiherr von Verschuer: Eidesstaatliche Erklärung (1946)[9]

Wichtige Helfer bei der Rehabilitierung, die in seiner Münsteraner Professur endete, fand er in der evangelischen Kirche. Er hatte sich ab 1935 der Kirchengemeinde des BK-Pfarrers Otto Fricke (1902–1954) angeschlossen. Fricke wurde zum Leiter des Evangelischen Hilfswerks in Hessen-Nassau und baute gemeinsam mit Karl Diehl im April 1947 einen Kontakt zu Eugen Gerstenmaier, dem Leiter des Evangelischen Hilfswerks in Deutschland auf. Gerstenmaier konnte jedoch nur Diehl zu einer Stellung verhelfen. Im September 1949 verfasste Adolf Butenandt mit anderen Professoren eine „Denkschrift betreffend Herrn Prof. Dr. med. Otmar Frhr. v. Verschuer“. Sie bildete die Basis für Verschuers Rehabilitierung und seine Berufung nach Münster.[10] Butenandts Mitwisserschaft an der Verbindung Verschuer-Mengele wird von Benno Müller-Hill als wahrscheinlich angenommen.[11]

Verschuer gehörte 1949 zu den Gründern der Mainzer Akademie der Wissenschaften.[1] Ab 1951 war er Professor für Humangenetik und erster Lehrstuhlinhaber des neu gegründeten Instituts für Humangenetik an der Universität Münster, zeitweise auch Dekan der Medizinischen Fakultät.[12] 1965 wurde er emeritiert.

Neben seiner Lehrtätigkeit war Verschuer seit 1952 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie.[13]

Wirken

Verschuer befasste sich mit biologischen Gesetzmäßigkeiten der Vererbung, insbesondere der Vererbung von Krankheiten und Anomalien des Menschen, vor allem in der Zwillings-, Familien- und Sippenforschung. Er zeigte ein besonderes Interesse an Sterilisierungen.

Verschuer war „Wissenschaftliches Mitglied“ der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und Institutsleiter des Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dahlem; die Max-Planck-Gesellschaft, die De-facto-Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, hat ihre Vergangenheit seit 1997 auf öffentlichen internationalen Druck hin aufgearbeitet[14]. Der damalige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Hubert Markl, hat in einer Rede 2001 die Opfer von NS-Verbrechen, die im Rahmen von Forschungen in der KWG begangen worden waren, um Vergebung gebeten.

Zeugin und Opfer der „Zwillingsforschungen“ ist z. B. die Überlebende Eva Moses Kor, die in Indiana (USA) ein Museum zum Gedenken an die in Auschwitz gequälten und ermordeten Zwillinge unterhält.[15]

Noch 1958 konnte Verschuer ungehindert rassenbiologische Ideen in einer „Untersuchung zum Vagantenproblem“ seines Fachkollegen Hermann Arnold verbreiten: „Sippenwandern“ und „Unstetigkeit“ halte den untersuchten Personenkreis „von geregelter Arbeit ab“, was eine „psychische Erbeigenschaft“ sei.[16]

Seine letzten Veröffentlichungen waren im Jahr 1964 der Aufsatz: Das ehemalige Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Bericht über die wissenschaftliche Forschung 1927–1945[17] sowie 1966 das Buch: Eugenik. Kommende Generationen in der Sicht der Genetik im kirchlichen Luther-Verlag in Witten (Ruhr), zu dessen Programm sonst ausschließlich theologische Schriften gehörten.

Mitgliedschaften und Ehrungen

  • 1934: Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle
  • 1940: Mitglied American Eugenics Society, New York
  • 1943: Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 1949: Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
  • 1949: Korrespondierendes Mitglied der American Society of Human Genetics
  • 1953: Ehrenmitglied der italienischen Gesellschaft für Genetik
  • 1953: Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für Bevölkerungsstudien
  • 1955: Ehrenmitglied der Anthropologischen Gesellschaft, Wien
  • 1956: Ehrenmitglied der japanischen Gesellschaft für Humangenetik
  • 1959: Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Literatur

  • Sheila Faith Weiss: After the Fall. Political Whitewashing, Professional Posturing, and personal Refashioning in the Postwar Career of Otmar Freiherr von Verschuer. Isis, Vol. 101 (2010), Nr. 4, S. 722–758.
  • Peter Degen, "Racial Hygienist Otmar von Verschuer, the Confessing Church, and comparative reflections on postwar rehabilitation," pp. 155-65 in Jing Bao Nie et al. Japan´s Wartime Medical Atrocities (London: Routledge&Kegan, 2010)
  • Ludger Weß: Humangenetik zwischen Wissenschaft und Rassenideologie. Das Beispiel OvV 1896 - 1969. in Karsten Linne & Thomas Wohlleben Hgg.: Patient Geschichte. Für Karl Heinz Roth. 2001-Verlag Frankfurt 1993 ISBN 3861500159 S. 166 - 184 (Biographie, Archivmaterialien)
  • Udo Benzenhöfer (Hrsg.): Mengele, Hirt, Holfelder, Berner, von Verschuer, Kranz: Frankfurter Universitätsmediziner der NS-Zeit, Verlag Klemm & Oelschlägel, Münster 2010 ISBN 978-3-932577-97-0
  • Hans-Peter Kröner: Von der Rassenhygiene zur Humangenetik. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik nach dem Kriege. Reihe Medizin in Geschichte und Kultur, 20. Gustav Fischer, Stuttgart 1998, ISBN 3-437-21228-1
  • Jürgen Peter: Der Einbruch der Rassenhygiene in die Medizin. Auswirkung rassenhygienischen Denkens auf Denkkollektive und medizinische Fachgebiete von 1918 bis 1934. Frankfurt 2004, ISBN 3-935964-33-1
  • Hans-Walter Schmuhl: Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945. Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Band 9. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-799-3
  • O. Frhr. v. V.: Eugen Fischer. Der Altmeister der Anthropologie, der Pionier der Humangenetik, der Begründer der Anthropobiologie. In: Hans Schwerte und Wilhelm Spengler (Hgg): Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. Erforscher des Lebens: Mediziner... Reihe: Gestalter unserer Zeit, Band 4. Stalling, Oldenburg 1955, S. 317–324.
  • Marc Zirlewagen: Verschuer, Otmar Frhr. v.. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27. Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 1437–1447.
  • Romani Rose Hg.: "Den Rauch hatten wir täglich vor Augen." Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti & Roma. Katalog zur ständigen Ausstellung im Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma. Das Wunderhorn, Heidelberg 1999 (Verschuer passim)
  • Gretchen Engle Schafft: From Racism to Genocide. Anthropology in the Third Reich. UP of Illinois, Champaign 2004 ISBN 0252029305 (Verschuer passim; in Engl.; online lesbar, ausführl. Stichwortverzeichnis)
  • Gerhard Koch: Humangenetik und Neuro-Psychiatrie in meiner Zeit (1932-1978). Jahre der Entscheidung. Verlag Palm & Enke, Erlangen 1993, ISBN 3-7896-0223-X. (Schüler und Mitarbeiter von V.)

Filme, Filmbeiträge

  • Gerolf Karwath: Hitlers Eliten nach 1945. Teil 1: Ärzte – Medizin ohne Gewissen. Regie: Holger Hillesheim. Südwestrundfunk (SWR, 2002).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-16048-0. Seite 639
  2. Jessica Hoffmann, Anja Megel, Robert Parzer und Helena Seidel (Hgg): Dahlemer Erinnerungsorte, Frank & Timme 2007, S. 184
  3. Hans-Walter Schmuhl: Grenzüberschreitungen. Wallstein Verlag, 2005, S. 71
  4. Zitat bei Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-16048-0. Seite 639, Quelle: Der Erbarzt. Nr. 7, 1935.
  5. Werner E. Gerabek: Enzyklopädie Medizingeschichte. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3110157144, S. 638, (online)
  6. Irmgard Pinn und Michael Nebelung: Vom „klassischen” zum aktuellen Rassismus in Deutschland. Das Menschenbild der Bevölkerungstheorie und Bevölkerungspolitik. Duisburg 1991.
  7. Zitate aus den Arbeitsberichten von Verschuer, http://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_download&_id=934849
  8. Hans Hesse: "Ich konnte nicht auf die Auswertung eines so wertvollen Materials verzichten - Augen aus Auschwitz: Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie und der Fall Karin Magnussen", WeltOnline vom 31. August 2001
  9. Benno Müller-Hill: Das Blut von Auschwitz und das Schweigen der Gelehrten. In: Doris Kaufmann (Hrsg.): Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Wallstein, ISBN 3-89244-423-4, S. 214
  10. Marc Zirlewagen: Verschuer, Otmar Frhr. v.. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27. Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 1437–1447.
  11. Ute Deichmann: Proteinforschung an Kaiser Wilhelm-Instituten von 1930 bis 1950 im internationalen Vergleich. S. 20 (online), PDF, 1 MB)
  12. Ernst Klee: Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen. Fischer, 1992
  13. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Fischer, 2005, S. 640.
  14. Hans-Peter Kröner: Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie menschliche Erblehre und Eugenik und die Humangenetik in der Bundesrepublik Deutschland, S. 652-666 in Doris Kaufmann (Hg.): Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Bestandsaufnahme und Perspektiven der Forschung, Bd. 2. Wallstein, Göttingen 2000. ISBN 978-3892444237; Bernd Gausemeier: Natürliche Ordnungen und politische Allianzen. Biologische und biochemische Forschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten 1933-1945. Wallstein, Göttingen 2005. ISBN 978-3892449546
  15. Northwest Indiana News: The echoes of Auschwitz
  16. Hermann Arnold: Vaganten, Komödianten, Fieranten und Briganten. Untersuchungen zum Vagantenproblem an vagierenden Bevölkerungsgruppen vorwiegend der Pfalz. Thieme, Stuttgart 1958
  17. In: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie. Band 55, 1964, S. 127–174

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