Neptunium(III)-bromid


Neptunium(III)-bromid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von α-Neptunium(III)-bromidKristallstruktur von β-Neptunium(III)-bromid
α-NpBr3 (links)     β-NpBr3 (rechts)
__ Np3+     __ __ Br
Kristallsystem

α-NpBr3: hexagonal[1]
β-NpBr3: orthorhombisch[1]

Raumgruppe

α-NpBr3: $ P6_3/m \; $[1]
β-NpBr3: $ Ccmm \; $[1]

Gitterkonstanten

α-NpBr3:[1]
a = 791,7 pm
c = 438,2 pm
β-NpBr3:[1]
a = 411 pm
b = 1265 pm
c = 915 pm

Allgemeines
Name Neptunium(III)-bromid
Andere Namen

Neptuniumtribromid

Verhältnisformel NpBr3
CAS-Nummer 20730-39-6
Kurzbeschreibung

grüner Feststoff[2]

Eigenschaften
Molare Masse 476,76 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,62 g·cm−3[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Radioaktivität
Radioaktiv
 
Radioaktiv
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−185 kcal·mol−1[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Neptunium(III)-bromid ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Neptunium und Brom. Es besitzt die Formel NpBr3 und gehört zur Stoffklasse der Bromide.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Neptunium(III)-bromid ist ein grüner Feststoff. Es kristallisiert in zwei verschiedenen Formen:

Chemische Eigenschaften

Ein Erhitzen von Neptunium(III)-bromid mit überschüssigem Brom bei 425 °C führt zum Neptunium(IV)-bromid (NpBr4).[3]

$ \mathrm{2\ NpBr_3\ +\ Br_2\ \longrightarrow \ 2\ NpBr_4} $

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der Gefahrstoffverordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 C. Keller: „Die Chemie des Neptuniums“, in: Fortschr. chem. Forsch., 1969/70, 13/1, S. 69.
  2. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1969.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, System Nr. 71, Transurane, Teil C, S. 148–150.
  4. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.

Literatur

  • Zenko Yoshida, Stephen G. Johnson, Takaumi Kimura, John R. Krsul: Neptunium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 699–812; doi:10.1007/1-4020-3598-5_6.
  • C. Keller: „Die Chemie des Neptuniums“, in: Fortschr. chem. Forsch., 1969/70, 13/1, S. 1–124.