Calciumchlorat

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Strukturformel
Strukturformel von Calciumchlorat
Allgemeines
Name Calciumchlorat
Andere Namen
  • Chlorsaures Calcium
Summenformel Ca(ClO3)2
CAS-Nummer
  • 10137-74-3
  • 10035-05-9 (Dihydrat)
PubChem 24978
Kurzbeschreibung

farbloser bis gelblicher geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 206,98 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,711 g·cm−3 (Dihydrat)[2]

Schmelzpunkt

340 °C [3]

Siedepunkt

Zersetzung[1]

Löslichkeit
  • sehr leicht löslich in Wasser (1,78 kg·l−1 bei 20 °C)[1]
  • löslich in Ethanol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Brandfördernd
Brand-
fördernd
(O)
R- und S-Sätze R: 9
S: (2)-27
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumchlorat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chlorate.

Gewinnung und Darstellung

Calciumchlorat kann durch Reaktion von Chlor in eine heiße Aufschlämmung von Calciumhydroxid gewonnen werden.[6]

$ \mathrm{ 6 \ Ca(OH)_2 + 6 \ Cl_2 \longrightarrow Ca(ClO_3)_2 + 5 \ CaCl_2 + 6 \ H_2O} $

Eine elektrochemische Herstellung aus Calciumchlorid ist ebenfalls möglich.

Eigenschaften

Calciumchlorat ist ein hygroskopischer, geruchloser, farbloser bis gelblicher Feststoff mit monokliner Kristallstruktur, welcher sehr leicht löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich ab einer Temperatur über 100 °C, wobei unter anderem Sauerstoff entsteht.[1] Das Dihydrat verliert sein Kristallwasser bei Temperaturen größer als 100 °C.[7]

Verwendung

Calciumchlorat wird zur Herstellung von Feuerwerk, Herbiziden und in der Fotografie verwendet.[7]

Sicherheitshinweise

Calciumchlorat ist ein reaktionsfähiger brandfördernder Feststoff. Er brennt selbst nicht, reagiert aber so heftig mit brennbaren Stoffen, dass er diese zum Teil ohne weitere Zündquelle zur Entzündung bringen und einen bestehenden Brand erheblich fördern kann. Beim Mischen mit brennbaren Stoffen Explosionsgefahr.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Eintrag zu CAS-Nr. 10137-74-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. November 2011 (JavaScript erforderlich).
  2. Jean D'Ans, Ellen Lax; Taschenbuch für Chemiker und Physiker: Band 3, Seite 348
  3. 3,0 3,1  David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. CRC Press, 2009, ISBN 978-1420090840.
  4. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6.  Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter, Andrea Wanninger: Taschenbuch der Chemie. 2005, ISBN 978-3817117604 (Seite 593 in der Google Buchsuche).
  7. 7,0 7,1  Richard P. Pohanish: Sittig's Handbook of Toxic and Hazardous Chemicals and Carcinogens. 2011, ISBN 978-1437778694 (Seite 525 in der Google Buchsuche).

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