Hans Georg Zachau

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Hans Georg Zachau (* 16. Mai 1930 in Berlin) ist ein deutscher Biochemiker.

Nachdem er 1948 sein Abitur an einem humanistischen Gymnasium in Berlin abgelegt hatte, begann er ein Doppelstudium der Medizin und Chemie in Frankfurt am Main. Nachdem er das Physikum bzw. Vordiplom bestanden hatte, beendete er nur das Chemiestudium (Schwerpunkt Biochemie) und promovierte am Max-Planck-Institut für Biochemie in Tübingen (heute in München) bei dem Nobelpreisträger Adolf Butenandt über Sexuallockstoffe des Seidenspinners. Er absolvierte auch noch eine betriebswirtschaftliche Zusatzausbildung und wurde Postdoktorand am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts, USA, sowie an der Rockefeller University in New York.

1967 wurde er Professor für physiologische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Name des Instituts heute: Adolf-Butenandt-Institut). Seit 1999 ist er Emeritus.

Sein Forschungsgebiet sind die tRNA und die Mechanismen zur Übertragung der Gen-Informationen in den Organismus. Er hat verschiedene Gene bei Mäusen und Menschen kartiert.

Georg Zachau ist verheiratet und hat drei Söhne.

Ehrungen

1968 erhielt Zachau die Richard-Kuhn-Medaille[1] und gehört seit 1976 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an [2]. 1981 wurde er in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen und war von 1992 [2] bis zum 6. August 2005 [3] dessen Kanzler. 1983 wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern verliehen. 1989 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden und die Otto-Warburg-Medaille, 1991 den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst [2].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.gdch.de/gdch/historie.htm
  2. 2,0 2,1 2,2 http://biochemie.web.med.uni-muenchen.de/zachau/cv_zachau.html
  3. http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/06/467543.html

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