Chelidonsäure

Chelidonsäure

Strukturformel
Strukturformel der Chelidonsäure
Allgemeines
Name Chelidonsäure
Andere Namen

4-Oxo-4H-pyran-2,6-dicarbonsäure

Summenformel C7H4O6
CAS-Nummer 99-32-1
PubChem 7431
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 184,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

260 °C[1]

Löslichkeit

mäßig in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Piktogramm unbekannt
H- und P-Sätze H: ?
EUH: ?
P: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Chelidonsäure, 4-Oxo-4Hpyran-2,6-dicarbonsäure, ist eine heterocyclische organische Dicarbonsäure. Sie besitzt ein Pyran-Grundgerüst.

Darstellung

Zur Herstellung von Chelidonsäure wird zunächst Aceton in einer zweifachen Claisen-Kondensation mit Oxalsäurediethylester umgesetzt. Als Base wird praktischerweise Natriumethanolat verwendet. Der hierbei entstehende 2,4,6-Trioxo-1,7-dicarbonsäurediethylester kann anschließend mittels wässriger Salzsäure zu Chelidonsäure cyclisiert werden.[2]

Synthese von Chelidonsäure
Synthese von Chelidonsäure

Eigenschaften

Chelidonsäure ist ein farbloser und geruchloser Feststoff, der bei 260 °C schmilzt. Sie löst sich schlecht in Wasser.

Reaktionen

Durch Reduktion kann Chelidonsäure zur Herstellung von 2,6-Pyrandicarbonsäuren genutzt werden. Zur Reduktion kann beispielsweise ein Palladiumkatalysator herangezogen werden.[3]

Reduktion von Chelidonsäure
Reduktion von Chelidonsäure

Chelidonsäure reagiert mit Aminen zu Hydropyridindicarbonsäure-Derivaten. So kann Chelidamsäure durch die Umsetzung mit Ammoniak aus Chelidonsäure gewonnen werden.

Reaktion von Chelidonsäure mit Ammoniak
Reaktion von Chelidonsäure mit Ammoniak

Werden an Stelle von Ammoniak primäre Aminen verwendet, können N-alkylierte Pyridinderivate erhalten werden.[4]

Reaktion von Chelidonsäure mit einem primären Amin
Reaktion von Chelidonsäure mit einem primären Amin

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Datenblatt Chelidonsäure bei Carl Roth, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  2. ↑ G. Horvath, C. Russa, Z. Koentoes, J. Gerencser, Synth. Comm., 1999, 29, 21, S. 3719–3732.
  3. ↑ Attenburrow, J. Chem. Soc., 1945, S. 571–574.
  4. ↑ Markees, J. Org. Chem., 1958, 23, S. 1030.