Bismutoxidnitrat


Bismutoxidnitrat

Strukturformel
Strukturformel von Bismutoxidnitrat
Allgemeines
Name Bismutoxidnitrat
Andere Namen
  • Bismutsubnitrat
  • Bismuthylnitrat
  • basisches Bismut(III)-nitrat
  • Bismutum subnitricum
  • (Nitrooxy)oxobismuthine
Summenformel BiNO4
CAS-Nummer
  • 10361-46-3
  • 13595-83-0 (Monohydrat)
  • 1304-85-4 (Bi5O(OH)9(NO3)4)
PubChem 16684898
Kurzbeschreibung

beiges Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 286,98 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,93 g·cm−3[1]

Löslichkeit

schlecht löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272-315-319-335
P: 220-​261-​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Brandfördernd Reizend
Brand-
fördernd
Reizend
(O) (Xi)
R- und S-Sätze R: 8-36/37/38
S: 17-26-36/37/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Bismutoxidnitrat (Bismutum subnitricum) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Nitrate.

Gewinnung und Darstellung

Bismutoxidnitrat kann aus Bismutnitrat-Hydrat durch Erhitzen oder Auflösen in reinem Wasser gewonnen werden.

Verwendung

Bismutoxidnitrat findet (wie andere Bismutverbindungen) als Reserve-Medikamente gegen Magen-Darm-Geschwüre Verwendung, da sie die Abheilung von Geschwüren und die Eradikation des Erregers Helicobacter pylori fördern.[3] Die Anwendung erfolgt als sogenannte Quadruple-Therapie (Kombinationstherapie aus einem Protonenpumpenhemmer und einer klassischen Bismut-Triple-Therapie (Bismut-Salz, Tetracyclin, Metronidazol).[4]

Es ist auch ein Bestandteil der Dragendorff-Reagenz, die aus Bismutoxidnitrat, Weinsäure und Kaliumiodid besteht.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Datenblatt Bismutoxidnitrat bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 21. Februar 2011.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Ernst Mutschler: Arzneimittelwirkungen, 8. Auflage, Wiss. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2001, ISBN 3-8047-1763-2, S. 644.
  4. Martin Wehling: Klinische Pharmakologie, 1. Auflage, Georg Thieme-Verlag, Stuttgart 2005.