Yttriumoxid


Yttriumoxid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Yttriumoxid
__ Y3+      __ O2−
Allgemeines
Name Yttriumoxid
Andere Namen
  • Yttrium(III)-oxid
  • Yttriumsesquioxid
Verhältnisformel Y2O3
CAS-Nummer 1314-36-9
PubChem 159374
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 225,81 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,01 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

2410 °C[1]

Siedepunkt

4300 °C[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Yttriumoxid ist eine chemische Verbindung, genauer das Oxid von Yttrium. Es ist thermodynamisch sehr stabil und beständig gegenüber vielen reaktiven Metallschmelzen wie Titan oder Uran.

Vorkommen

Yttriumoxid kommt natürlich als Bestandteil in verschiedenen Yttriummineralen (Samarskit, Yttrobetafit) vor.

Gewinnung und Darstellung

Yttriumoxid wird technisch durch Verglühen von z.B. Yttriumoxalat an der Luft gewonnen.

$ \mathrm{2 \ Y_2(C_2O_4)_3 + 3 \ O_2 \longrightarrow 2 \ Y_2O_3 + 12 \ CO_2 } $

Eigenschaften

Yttriumoxid hat einen Brechungsindex von 1,85 und eine kubische Kristallstruktur im C-Oxid-Typ der Lanthanoide.[3]

Verwendung

Yttriumoxid wird verwendet:

  • als Verbindung für hochtemperaturfeste Anwendungen (z.B. als Beschichtungsmaterial für Graphit in der Kerntechnik[4])
  • als Sinterhilfsmittel für keramische Materialien
  • zur Stabilisierung von Zirconium(IV)-oxid eingesetzt (z.B. für Lambda-Sonden[5] oder in der Dentaltechnik[6])
  • Verdünnungsmittel von Uranoxid für Brennstäbe (bildet mit Uranoxid eine feste Lösung)
  • zur Gewinnung von Yttrium und anderen Yttriumverbindungen
  • für optische Beschichtungen[7]
  • als Ausgangsstoff für Hochtemperatursupraleiter (YBCO)
  • als Ausgangsstoff für (rote) Luminophore für Röhrenbildschirme
  • zusammen mit Thoriumdioxid zur Herstellung von IR- und UV-Licht durchlässigem Glas

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Eintrag zu Yttrium(III)-oxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 27. August 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. Yttrium Oxide (AmericanElements)
  3. M. Marezio: Refinement of the crystal structure of In2O3 at two wavelengths, in: Acta Cryst, 1966, 20, S. 723–728; doi:10.1107/S0365110X66001749.
  4. http://www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/gueterlisten/ausfuhrliste/al_abschnitt_c_kat_0.pdf
  5. http://www.vias.org/mikroelektronik/sensor_lamdasonde.html
  6. http://www.horn-dental-technik.de/extras.htm
  7. http://www.gfe.com/opencms2/opencms/PDF/Produktspezifikationen/Y2O3.pdf