Phenylisocyanat
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| Strukturformel | |
|---|---|
| Strukturformel von Phenylisocyanat | |
| Allgemeines | |
| Name | Phenylisocyanat |
| Andere Namen |
|
| Summenformel | C7H5NO |
| CAS-Nummer | 103-71-9 |
| PubChem | 7672 |
| Kurzbeschreibung |
klare, farblose und tränenreizende Flüssigkeit[1] |
| Eigenschaften | |
| Molare Masse | 119,12 g·mol−1 |
| Aggregatzustand |
flüssig |
| Dichte |
1,10 g·cm−3[2] |
| Schmelzpunkt |
−31 °C[2] |
| Siedepunkt |
166 °C[2] |
| Dampfdruck | |
| Löslichkeit |
Zersetzt sich in Wasser[2] |
| Brechungsindex |
1,535 bei 20 °C[3] |
| Sicherheitshinweise | |
| LD50 |
800 mg·kg−1 (oral Ratte)[2] |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |
Phenylisocyanat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der organischen Isocyanate.
Gewinnung und Darstellung
Phenylisocyanat kann aus Anilin und Phosgen gewonnen werden, wobei mehr als 1000 t pro Jahr hergestellt oder eingeführt werden.[5]
Eigenschaften
Phenylisocyanat ist eine tränenreizende, entzündliche, farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit stechendem Geruch. In Wasser hydrolysiert es zu Anilin unter Kohlendioxid-Abspaltung.[5]
Verwendung
Phenylisocyanat wird als Reagenz auf Amine und Alkohole, zur Herstellung von Pharmazeutika, Pflanzenschutzmitteln (z. B. Carbetamid), Textilhilfsmitteln (optische Aufheller), Weichmachern sowie in der Lack- und Photoindustrie verwendet.[2]
Sicherheitshinweise
Die Dämpfe von Phenylisocyanat können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 51 °C, Zündtemperatur 580 °C) bilden.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Thieme Römpp Online, abgerufen am 19. Januar 2012.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 Eintrag zu CAS-Nr. 103-71-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. März 2010 (JavaScript erforderlich)
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Datenblatt Phenyl isocyanate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 19. April 2011.
- ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
- ↑ 5,0 5,1 Toxikologische Bewertung von Phenylisocyanat bei BG Chemie, abgerufen am 22. August 2012.