Hexafluorphosphorsäure

Hexafluorphosphorsäure

Strukturformel
Allgemeines
Name Hexafluorphosphorsäure
Andere Namen

Hexafluorophosphorsäure

Summenformel F6HP
CAS-Nummer 16940-81-1
PubChem 16211447
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 145,97 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,77 g·cm−3[2]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser mit heftiger Reaktion[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301-311-330-314
P: 301+310-​303+361+353-​305+351+338-​320-​405-​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 23/24/25-34
S: 4-9-20-23-26-27-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexafluorphosphorsäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der anorganischen Säuren bzw. Phosphor- und Fluorverbindungen. Das handelsübliche Produkt ist eine 60–70%ige Lösung.

Gewinnung und Darstellung

Hexafluorphosphorsäure kann durch Reaktion von Fluorwasserstoff mit Phosphorpentafluorid gewonnen werden.[4]

PF5+HF⟶HPF6

Sie kann auch durch Reaktion von Phosphorsäure oder Phosphorpentoxid mit Fluorwasserstoff bzw. Phosphorsäure mit Calciumfluorid und Schwefelsäure gewonnen werden.[5]

P2O5+12 HF⟶2 HPF6+5 H2O
H3PO4+6 HF⟶HPF6+4 H2O
H3PO4+3 CaF2+3 H2SO4⟶  HPF6⋅4 H2O+3 CaSO4

Eigenschaften

Hexafluorphosphorsäure ist nur in Lösung stabil. Die wässrige Lösung ist farblos, reagiert sauer (Brønsted-Säure) und kann bis zu einer Konzentration von etwa 75 % konzentriert werden. Hexafluorphosphorsäure zersetzt sich bei erhöhten Temperaturen und setzt dabei Fluorwasserstoff frei.[1] Das Hexahydrat wird als "Kristalline Hexafluorphosphorsäure" bezeichnet, wobei PF6− Ionen durch Oktaederstümpfe eingeschlossen sind, welche durch das Wasser und Protonen gebildet werden. Die Kernspinresonanzspektroskopie liefert Hinweise, dass Lösungen dieses Hexahydrates signifikante Mengen von Fluorwasserstoff enthalten.[6]

Verwendung

Hexafluorphosphorsäure wird als Katalysator bei der Photopolymerisation verwendet.[1]

Salze der Hexafluorphosphorsäure kommen in ionischen Flüssigkeiten zum Einsatz.[7]

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Eintrag zu CAS-Nr. 16940-81-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 15. April 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. ↑ Datenblatt Hexafluorphosphorsäure bei AlfaAesar, abgerufen am 15. April 2010 (JavaScript erforderlich).
  3. ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. ↑  George A. Olah, G. K. Surya Prakash, Jean Sommer: Superacid Chemistry. 2. Auflage. Wiley-Interscience, Hoboken NJ 2009, ISBN 978-0-471-59668-4, S. 44.
  5. ↑ Herstellung von Hexafluorophosphorsäure
  6. ↑  D. W. Davidson, S. K. Garg: The Hydrate of Hexafluorophosphoric Acid. In: Canadian Journal of Chemistry. 50, Mai 1972, S. 3515–3520 (Online).
  7. ↑ http://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/jp020631a Journal of Physical Chemistry, 2002, 106 (29), pp 7315–7320

Weblinks