Calciumadipat


Calciumadipat

Strukturformel
Strukturformel von Calciumadipat
Allgemeines
Name Calciumadipat
Andere Namen

Calciumhexandioat

Summenformel C6H8CaO4
CAS-Nummer 7486-40-0
Eigenschaften
Molare Masse 184,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

40,2 g·l−1 (13 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumadipat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäurensalze und das Calciumsalz der Adipinsäure.

Herstellung

Calciumadipat kann durch Fällung einer heißen Calciumchloridlösung mit Natriumadipat hergestellt werden.[1]

$ \mathrm{(CH_2)_4(COO^{-})_2(Na^{+})_2 + CaCl_2 \ \longrightarrow \ 2\ NaCl + (CH_2)_4(COO)_2Ca \downarrow} $

Auch die Neutralisation einer Calciumhydroxidlösung mit Adipinsäure liefert Calciumadipat.[1]

$ \mathrm{(CH_2)_4(COOH)_2 + Ca(OH)_2 \ \longrightarrow \ (CH_2)_4(COO)_2Ca + 2\ H_2O} $

Eigenschaften

Calciumadipat kristallisiert als Monohydrat im triklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P1 mit den Gitterparametern a = 589,9 pm, b = 679,8 pm, c = 1082,1 pm, α = 78,999°, β = 81,831° und γ = 82,971°. In der Elementarzelle befinden sich zwei Formeleinheiten.[3] Es ist in kaltem Wasser deutlich besser löslich als in heißem - bei 12 °C lösen sich 40,2 g in 1 Liter Wasser, bei 100 °C nur 12,0 g.[1]

Die Pyrolyse von Calciumadipat bei 350 °C liefert Cyclopentanon und Calciumcarbonat.[4]

Pyrolyse von Calciumadipat

Die Freie Standardbildungsenthalpie von Calciumadipat beträgt ΔfG0 = -1214,405 kJ/mol.[5]

Verwendung

Calciumadipat wurde als Zusatzstoff in Zigaretten vorgeschlagen, um die geschmacksbedingt zugesetzte Mentholmenge zu verringern.[6] Ebenso wurde es als Zusatzstoff in Zahnpasten vorgeschlagen.[7]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 W. Dieterle, C. Hell: "Zur Kenntnis der Adipinsäure" in Ber. d. dt. chem. Ges. 1884, 17, S. 2221-2228. Volltext
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. M. Mathew, S. Takagi, H. L. Ammon: "Crystal structure of calcium adipate monohydrate" in Journal of Chemical Crystallography 1993, 23(8), S. 617-621. doi:10.1007/BF01325183
  4. Raj K. Bansal: "A text book of organic chemistry", Verlag New Age International, 4. Auflage, ISBN 9788122414592, S. 475. (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  5. Dissertation: "Experimentelle Untersuchung und Modellierung der Löslichkeit von Kalkstein und Gips in wässerigen Systemen bei höheren Ionenstärken", Dieter Loos, 2003, Universität Duisburg-Essen. Volltext
  6. Patent US3082125. Volltext
  7. Patent US4460565. Volltext