2,6-Dibromphenol

2,6-Dibromphenol

Strukturformel
Strukturformel von 2,6-Dibromphenol
Allgemeines
Name 2,6-Dibromphenol
Summenformel C6H4Br2O
CAS-Nummer 608-33-3
PubChem 11847
Kurzbeschreibung

weißliches kristallines Pulver mit phenolartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 251,9 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

56–57 °C[2]

Siedepunkt
pKs-Wert

6,67 (25 °C)[2]

Löslichkeit

gering wasserlöslich[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302-312-332
P: 280 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22-36/37/38
S: 26-36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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2,6-Dibromphenol ist eine chemische Verbindung, die sowohl zu den Phenolen, als auch zu den Halogenaromaten zählt.

Vorkommen in der Natur

2,6-Dibromphenol wurde in den Meereswürmern Balanoglossus biminiensis nachgewiesen.[2]

Derivate

Der Methylether kann durch Methylierung mit Dimethylsulfat hergestellt werden und ist auch unter dem Trivialnamen 2,6-Dibromanisol (CAS 38603-09-7) bekannt. Sein Schmelzpunkt liegt bei 13 °C, sein Siedepunkt bei 34 mmHg bei 143-145 °C.[2]

Herstellung von 2,6-Dibromanisol aus 2,6-Dibromphenol durch Methylierung mit Dimethylsulfat

Der Ethylether (2,6-Dibromphenetol) schmilzt bei 40,5 °C.[2]

Veresterung mit Essigsäureanhydrid liefert das Acetat, das bei 46 °C schmilzt (CAS 28165-72-2).[2]

Weitere Bromierung von 2,6-Dibromphenol mit Brom in Kaliumbromid-Lösung liefert 2,4,6-Tribromphenol, das seinerseits mit Brom zum 2,4,4,6-Tetrabrom-2,5-cyclohexadienon weiterreagiert[5]. Diese Reaktion kann durch Iodwasserstoff umgekehrt werden.[6]

Bromierung von 2,6-Dibromphenol

Die Nitration von 2,6-Dibromphenol mit Salpetersäure liefert 2,6-Dibrom-4-nitrophenol[7] (CAS 99-28-5, Schmelzpunkt 144-145 °C[8]).

Nitrierung von 2,6-Dibromphenol

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Datenblatt 2,6-Dibromphenol bei AlfaAesar, abgerufen am 2. August 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Dictionary of organic compounds, S. 1971 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  3. ↑ 3,0 3,1 Datenblatt 2,6-Dibromophenol bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 19. März 2011.
  4. ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. ↑ John A. Price: "The Structure of Tribromophenol bromide", in: J. Am. Chem. Soc., 1955, 77 (20), S. 5436–5437; doi:10.1021/ja01625a081.
  6. ↑ Hans P. Latscha, Helmut A. Klein, Gerald W. Linti: "Analytische Chemie: Chemie-Basiswissen III", S. 287 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  7. ↑ F. G. Pope, A. S. Wood: "CXCIII.—The bromination of phenol. 2 : 4- and 2 : 6-dibromophenol" in J. Chem. Soc., Trans. 1912, 101, S. 1823-1829. doi:10.1039/CT9120101823
  8. ↑ W. W. Hartman, J. B. Dickey: "2,6-Dibromo-4-nitrophenol" in Organic Syntheses, Coll. Vol. 2, S .173 1943; Vol. 15, S .6 1935. Volltext