Strukturformel
Struktur von Tiaprid
Allgemeines
Freiname Tiaprid
Andere Namen

N-2-(Diethylaminoethyl)-5-methylsulfonyl- 2-methoxybenzamid

Summenformel C15H24N2O3S
CAS-Nummer
  • 51012-32-9
  • 51012-33-0 (Hydrochlorid)
PubChem 5467
ATC-Code

N05AL03

Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antidopaminergikum zur Behandlung von Dyskinesien

Verschreibungspflichtig: Ja
Eigenschaften
Molare Masse 328,43 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
LD50

4840 mg·kg−1 (Ratte, oral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Tiaprid (N-2-(Diethylaminoethyl)-5-methylsulfonyl-2-methoxybenzamid) ist ein Antihyperkinetikum mit einer Plasmahalbwertzeit von 2,9 bis 3,6 Stunden. Es zählt zu den typischen[2] Neuroleptika.

Es wird eingesetzt bei zwanghaften Bewegungsstörungen:

  • zur Behandlung der Tics beim Tourette-Syndrom,
  • bei Dyskinesien z. B. bei der Chorea,
  • und – obgleich selbst ein Neuroleptikum – bei den durch andere Neuroleptika verursachten Bewegungsstörungen, wie Akathisie und Dyskinesien (z. B. das von Haloperidol ausgelöste „Trippeln“).

Auch in der Behandlung des Alkoholentzugs spielt es eine Rolle, ebenso wird von einer schwachen antidepressiven Wirkung berichtet.

Offenbar verfügt es aber über keine oder nur unzureichende Neuroleptika-typische Wirkungen (d. h. antipsychotische Effekte).[3]

Handelsnamen

Tiaprid ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Generikum sowie in Österreich unter dem Namen Delpral im Handel erhältlich.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Datenblatt Tiapride hydrochloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. Juni 2011.
  2. Onmeda Online-Gesundheitsportal: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Tiaprid/wirkung-medikament-10.html.
  3. Dr. med. Kirsten R. Müller-Vahl: Behandlung des Tourette Syndroms

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