Superpartner

Erweiterte Suche

Wechselwirkungseigenzustände
SM-artige Felder
(PR = +1)
Superpartner
(PR = -1)
Eichgruppe Spin Spin
$ U(1)\,\!_Y $ B ($ B\,\! $) 1 Eich-
Bosonen
Bino ($ \tilde B $) ½ Gauginos
(Fermionen)
$ SU(2)\,\!_L $ W ($ W\,\! $) 1 Winos ($ \tilde W $) ½
$ SU(3)\,\!_c $ Gluonen ($ g\,\! $) 1 Gluinos ($ \tilde g $) ½
Higgs-Felder ($ H\,\! $) Bosonen Higgsinos ($ \tilde H $) Fermionen
Graviton ($ G\,\! $) 2 Gravitino ($ \tilde G $) 3/2
Leptonen ($ e,\mu,\tau,\nu_e,\nu_\mu, \nu_\tau\!\, $) ½ Fermionen Sleptonen ($ \tilde e,\tilde \mu,\tilde \tau,\tilde \nu_e,\tilde \nu_\mu, \tilde \nu_\tau $) 0 Bosonen
Quarks ($ d,u,s,c,b,t\!\, $) ½ Squarks ($ \tilde d,\tilde u,\tilde s,\tilde c,\tilde b,\tilde t $) 0

Supersymmetrische (SUSY) Theorien der Elementarteilchenphysik sagen für jedes vorhandene Elementarteilchen die Existenz mindestens eines Partnerteilchens (Superpartners oder Steilchens) voraus, das - mit Ausnahme des Spins – exakt gleiche Quantenzahlen besitzt.

Der Spin des supersymmetrischen Partners ist i. A. um ½ geringer, d. h. den Bosonen (ganzzahliger Spin) und den Fermionen (halbzahliger Spin) werden jeweils supersymmetrische Partner aus der anderen Teilchensorte zugeordnet.

Verwendung des Begriffs

Der Ausdruck Superpartner bezieht sich entweder im Plural auf eine Menge Teilchen, die zueinander Partnerteilchen sind, oder im Singular auf die Partner der 'normalen' Teilchen (im Englischen auch sparticle genannt).

Als "normale" Teilchen in diesem Sinn (bzw. "standardmodellartige'" Teilchen, weil sie noch nicht durch Supersymmetrie-Transformationen entstanden sind) gelten:

Für diese Teilchen ist die R-Parität +1, für ihre Superpartner -1.

Namensgebung

  • Der Superpartner eines Bosons (gleich ob Teilchen oder Feld) - also ein supersymmetrisches Fermion - heißt Bosino, der Namen endet auf -ino (ggf. anstelle von -on).
  • Der Superpartner eines Fermions - also ein supersymmetrisches Boson - heißt Sfermion, im Namen wird ein S- vorangestellt.
  • Neutrinos sind trotz ihres Namens keine Superteilchen, sondern 'normale' Fermionen, ihre Superpartner sind die Sneutrinos.

Masse

Im Standardmodell existieren keine Teilchen bzw. Felder, die zueinander Superpartner sind. Sollten Superpartner von Elementarteilchen tatsächlich in der Natur existieren, so wird angenommen, dass diese eine große Masse besitzen und dass Supersymmetrie in dem bislang an Teilchenbeschleunigern experimentell zugänglichen Energiebereich eine gebrochene Symmetrie ist.

Siehe auch

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

23.11.2021
Optik
„Maßgeschneidertes“ Licht
Ein Forscherteam entwickelt erstmals ein Lichtfeld, welches die Struktur des vierdimensionalen Raums widerspiegelt.
15.11.2021
Schwarze Löcher
Woher kommt das Gold?
Wie werden chemische Elemente in unserem Universum produziert?
08.11.2021
Teilchenphysik
Neue Einblicke in die Struktur des Neutrons
Sämtliche bekannte Atomkerne und damit fast die gesamte sichtbare Materie bestehen aus Protonen und Neutronen – und doch sind viele Eigenschaften dieser allgegenwärtigen Bausteine der Natur noch nicht verstanden.
08.11.2021
Physikdidaktik | Strömungsmechanik
Warum Teekannen immer tropfen
Strömungsmechanische Analysen der TU Wien beantworten eine alte Frage: Wie kommt es zum sogenannten „Teapot-Effekt“?
05.11.2021
Teilchenphysik | Thermodynamik
Elektronen-Familie erzeugt bisher unbekannten Aggregatzustand
Ein internationales Forschungsteam des Exzellenzclusters ct.
04.11.2021
Galaxien | Schwarze Löcher
Jet der Riesengalaxie M87
In verschiedenen Wellenlängen lässt sich ein gigantischer Teilchenstrahl beobachten, der von der Riesengalaxie M87 ausgestoßen wird.
04.11.2021
Galaxien
Am weitesten entfernter Nachweis von Fluor in sternbildender Galaxie
Eine neue Entdeckung gibt Aufschluss darüber, wie Fluor – ein Element, das in unseren Knochen und Zähnen als Fluorid vorkommt – im Universum entsteht.
02.11.2021
Monde | Kometen und Asteroiden
Planetologen erforschen schweres Bombardement des Mondes vor 3,9 Milliarden Jahren
Der Mond war vor 3,9 Milliarden Jahren einem schweren Bombardement mit Asteroiden ausgesetzt.
29.11.2021
Optik | Quantenoptik
Nur durch Billiardstel Sekunden getrennt
Ultrakurze Lichtblitze dauern weniger als eine Billiardstel Sekunde und haben eine wachsende technologische Bedeutung.
28.11.2021
Elektrodynamik | Optik
holographische Videotechnologie
Videokonferenzen haben in der Pandemie den Arbeitsalltag bestimmt und werden auch künftig eine größere Rolle spielen.