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Pitting (zu deutsch: „Grübchenbildung“) ist ein Begriff, der sowohl Schäden an Baumaterialien (z. B. Marmor) bezeichnet (Pitting (Bauschaden)) als auch den Materialausbruch und oberflächennahe Mikrorissbildung bei tribologischer Beanspruchung definiert. Dies tritt z. B. bei Wälzlagern und Zahnrädern auf.

Pitting am Kegelrad eines Differentialgetriebes

Die Pittingbildung bei tribologischer Beanspruchung wird durch lokales Überschreiten der Festigkeit des jeweiligen Materials aufgrund der Hertzschen Pressung zwischen dem Wälzkörper und dem Innen- oder Außenring des Wälzlagers bzw. den Zahnflanken der Zahnräder hervorgerufen. Entscheidend ist dabei die Tatsache, dass bei Hertzscher Flächenpressung das Maximum der Bauteilspannung nicht an der Bauteiloberfläche, sondern in einer charakteristischen Tiefe unterhalb der Oberfläche auftritt.

Weitere Einflussgrößen neben der Hertzschen Pressung sind Oberflächenhärte und Einhärtetiefe, Oberflächenqualität, Flankenformfehler und Umfangsgeschwindigkeit (bei Zahnrädern), Ölviskosität, Öladditivierung, Temperatur u. ä.

Das Ergebnis einer solchen Grübchenbildung ist sehr leicht zu beobachten bei Eisenbahnschienen: von Zeit zu Zeit müssen diese nachgeschliffen werden.

Als Pitting wird auch das Einfressen von Salzkörnern in Metalle bezeichnet, wie es zum Beispiel geschehen kann, wenn Salz in einen Kochtopf gegeben wird, bevor das Wasser darin heiß genug ist.

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