Heinrich Kiliani

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Heinrich Kiliani (* 30. Oktober 1855 in Würzburg; † 25. Februar 1945 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chemiker.

Leben und Werk

Nach dem Abitur nahm Kiliani ein Chemiestudium in München auf. Er wurde als akademischer Schüler von Emil Erlenmeyer promoviert[1] und habilitierte sich in München. 1892 übernahm er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule München. Er folgte 1897 einem Ruf an die Universität Freiburg auf einen Lehrstuhl für Medizinische Chemie.

Sein Arbeitsgebiet war besonders die Kohlenhydratchemie, zu der er grundlegende Beiträge lieferte. Ebenso untersuchte er die Inhaltsstoffe der Digitalis. Die Kettenverlängerung von Kohlenhydraten trägt als Kiliani-Fischer-Synthese seinen Namen. Sie ist ein Spezialfall der von ihm entwickelten Cyanhydrinsynthese.

Sein Bruder Martin Kiliani (1858–1895) war ebenfalls Chemiker und Metallurg und neben Paul Héroult einer der ersten Direktoren der Aluminium-Industrie AG (AIAG, später Alusuisse) in Neuhausen am Rheinfall sowie danach leitender Chemiker der AEG.

1890 wurde Kiliani zum Mitglied der Leopoldina berufen.

Literatur

  • Armin Wankmüller: Kiliani, Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, S. 606 (Digitalisat).

Einzelnachweise

  1. Louis Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, Verlag Chemie Weinheim, 2. Auflage, 1972, S. 1146, ISBN 3-527-25075-1.

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