Formaldoxim

Formaldoxim

Strukturformel
Struktur des Formaldoxim
Allgemeines
Name Formaldoxim
Andere Namen
  • N-Hydroxyformaldimin
  • Formaldehydoxim
Summenformel CH3NO
CAS-Nummer
  • 75-17-2
  • 62479-72-5 (Trimerhydrochlorid)
PubChem 6350
Kurzbeschreibung

farbloses kristallines Pulver (Trimerhydrochlorid)[1]

Eigenschaften
Molare Masse 45,04 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

127–129 °C (Zersetzung)(Trimerhydrochlorid)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-36
LD50

30 mg·kg−1 (Ratte, oral)(Trimerhydrochlorid)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Formaldoxim ist das Oxim des Formaldehyds. Es wird als Reagens zur fotometrischen Bestimmung von Mangan(II)-, Eisen(II)-, Nickel(II)-, Cer(IV)- und Vanadium(V)-Ionen eingesetzt.

Gewinnung und Darstellung

Formaldoxim-Lösung als Reagens für fotometrische Messungen wird aus Formaldehyd und Hydroxylamin hergestellt.[4]

H2C=O+H2N−OH ⟶← H2C=NOH+H2O.

Im festen Zustand liegt es trimer als 1,3,5-Trihydroxy-1,3,5-triazacyclohexan vor, dessen Hydrochlorid im Handel erhältlich ist.

Eigenschaften

Formaldoxim bildet mit Mn3+ rot-braune und mit Fe2+ violette Komplexe.

3H2C=NOH+Mn3+ ⟶← [(H2C=NO)3Mn]+3H+.

Verwendung

Formaldoxim-Reagens wird zur Bestimmung von Mangan(II) verwendet. Es können auch Eisen(II), Nickel(II), Cer(IV) und Vanadium(V) bestimmt werden. Die durch Formaldoxim-Metall-Komplexe gefärbte Lösung wird fotometrisch ausgemessen.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Datenblatt Formaldoxim (Trimerhydrochlorid) bei AlfaAesar, abgerufen am 17. März 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. ↑ 2,0 2,1 Datenblatt Formaldoxime trimer hydrochloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. April 2011.
  3. ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. ↑ Heinrich Lang: Analytisches Praktikum Versuchsanleitungen. Seite 28, Technische Universität Chemnitz, 20. September 2004 (PDF, 263 kB)