Dieser Artikel beschäftigt sich mit der römischen Währung Follis, für weitere Bedeutungen siehe Follis (Begriffsklärung)
Ein Follis mit dem Abbild des Diokletian, Trier 300/301

Der Follis (Plural: Folles) ist eine römische Münze, die um 294 im Rahmen der Währungsreformen des Diokletian eingeführt wurde. Die Münze zu 1/32 eines römischen Pfundes (Libra), also ca. 10 Gramm, wurde aus Bronze geprägt und mit einem dünnen Silberfilm überzogen. Der Name Follis bedeutet Beutel und geht vermutlich auf einen Ausdruck für einen versiegelten Beutel zurück, der in der Antike eine bestimmte Anzahl von Münzen enthielt und somit einen festen Wert hatte.

Bei Einführung hatte der Follis einen Wert von 12,5 d. c. (denarii communes, "Rechnungsdenare"), bei der Währungsreform vom 1. September 301 wurde er auf 25 d. c. aufgewertet. Unter Konstantin I. wurden die Folles abermals neu bewertet, verkleinert und enthielten auch kein Silber mehr.

Flavius Julius Constans ersetzte den Follis bei der Münzreform von 346 durch die Maiorina, eine leicht mit Silber legierte Mittelbronze.

Um 498 wurden die Folles in der Währungsreform des Anastasius wieder als große Bronzemünze eingeführt. In dieser Zeit ist auf der Wertseite der Folles ein großes My zu sehen. Dieser Buchstabe steht in der griechischen Zahlschrift für die Zahl 40 und indiziert den Wert von einem Follis als 40 Nummi. Die weiteren gängigen Nominale sind Halbfollis (gekennzeichnet durch ein großes Kappa), Viertelfolles (gekennzeichnet durch ein großes Iota) und Achtelfolles (gekennzeichnet durch ein großes Epsilon).

Weblinks

 Commons: Follis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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