Wir verwenden Cookies für grundlegende Funktionen, Statistik, Werbung, externe Medien (YouTube/Maps) und Google Fonts.
Du kannst alle akzeptieren, nur notwendige oder Einstellungen wählen.
cis-3-Hexenol kommt in den Blüten und Blättern verschiedener Blumen (z. B. Tulpen), Früchten (z. B. Äpfeln, Bananen, Trauben, Ananas[9]) und in den Blättern der Teepflanze vor. Auch der Ester mit Essigsäure, Essigsäurehex-3-enylester, kommt in vielen Pflanzen vor. cis-3-Hexenol wird heute neben der Extraktion aus Pflanzen und Früchten synthetisch hergestellt.
Die Synthese erfolgt aus Alkoxyphenolen durch Hydrierung, Ringöffnung durch Ozonolyse und anschließende Reduktion zum Alkohol.[10]
Eigenschaften
cis-3-Hexenol ist eine farblose, ölige Flüssigkeit, die sich sehr wenig in Wasser[1], dagegen gut in Ethanol löst.[2] Der Duft wird schon in einer Konzentration von 70 ppb wahrgenommen; ein deutlicher Geruch nach grünen Früchten tritt ab etwa 30 ppm auf.[9] Die orale Giftigkeit ist gering: im Tierversuch mit Mäusen und Ratten wurden LD50-Werte von 4,7 g/kg (Ratte[5]) und 7 g/kg (Maus[7]) ermittelt.[6]
Verwendung
cis-3-Hexenol wird als Duftstoff in Tee, Parfüm (z. B. von Veilchenduft) [11] und Lebensmitteln[9] sowie als Ausgangsmaterial für die Synthese von 2-trans-6-cis-Nonadien-1-ol, 2-trans-6-cis-Nonadien-1-al und Essigsäurehex-3-enylester verwendet.
Die Substanz wird bei vielen Pflanzen - neben dem Essigsäurehex-3-enylester - nach einer Verletzung des Gewebes zur Abtötung von Pilzen (Fungizid) und Bakterien (Bakterizid) sowie als Abwehrstoff gegen pflanzenfressende Tiere, meist Insekten, ausgeschüttet.[8]
↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.