Anxiolytikum

Anxiolytikum bedeutet wörtlich Angst(auf)löser. Synonym verwendet werden die Begriffe Ataraktikum („Beruhigungsmittel“) oder minor tranquilizer (engl. für „schwaches Beruhigungsmittel“). Es beschreibt Medikamente, die Ängste verringern. Die meisten der gegenwärtig verfügbaren Mittel wirken zugleich sedierend oder haben viele Eigenschaften gemeinsam mit gewöhnlichen Sedativa. Aus diesem Grund dürfen Patienten unter dem Einfluss dieser Medikamente keine Fahrzeuge steuern oder Maschinen bedienen.

Die Hauptgruppe der Anxiolytika stellen die Benzodiazepine dar, deren wesentliche Nebenwirkung der gezielte Missbrauch und die unter Umständen schnelle und heftige Suchtentwicklung darstellt.

Ein neueres Anxiolytikum stellt Buspiron dar, das sich chemisch-strukturell wie auch pharmakodynamisch von den Benzodiazepinen unterscheidet. Angstreduktion stellt sich mit Buspiron aber erst nach einigen Wochen der Einnahme ein.

Anxiolytika werden sehr häufig verschrieben. Dies hat aufgrund ihrer sedierenden Eigenschaften und ihres hohen Suchtpotentials bei einigen führenden Fachleuten aus dem Bereich der Medizin und Psychiatrie Besorgnis hervorgerufen.[1]

Siehe auch

  • Anxiolyse

Einzelnachweise

  1. James N. Butcher, Susan Mineka, Jill M. Hooley: "Klinische Psychologie". 2009: Pearson Studium; S. 738
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