Theodor Wieland

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Hermann Theodor Felix Wieland (* 5. Juni 1913 in München; † 24. November 1995 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker.

Der Sohn des Nobelpreisträgers Heinrich Otto Wieland legte 1931 das Abitur in München ab. Wieland studierte Chemie in München und Freiburg. Er promovierte 1937 bei seinem Vater. Anschließend wechselte er zu Richard Kuhn an das Heidelberger Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung. 1942 erfolgte seine Habilitation mit dem Thema „Die Biosynthese der Pantothensäure“. Zum Wintersemester 1946/47 erhielt er ein Extraordinat an der Universität Mainz.

1951 wurde er ordentlicher Professor und Direktor am Institut für Organische Chemie der Universität Frankfurt am Main. 1968 wechselte er als Direktor der Abteilung Chemie an das inzwischen in Max-Planck-Institut für medizinische Forschung umbenannte Institut nach Heidelberg zurück.

Seine wichtigsten Forschungsgebiete waren im Bereich der Naturstoffchemie und Biochemie einsetzbare Analysenmethoden wie die Papierelektrophorese. Auf dem Gebiet der Proteinchemie beschäftigte er sich vor allem mit den Giftstoffen des Knollenblätterpilzes und ihrer Wirkungsweise.

Werke

  • Die Praxis des organischen Chemikers (mit Ludwig Gattermann; 1962)
  • Molekularbiologie (mit Gerhard Pfleiderer; 1969)
  • Perspectives in Peptide Chemistry (mit Alex N. Eberle und Geiger; 1981).

Literatur

  • Leopold Horner: Nachruf auf Hermann Theodor Felix Wieland, in: Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main 36 Nr. 6, Stuttgart 1999, S. 47–49.

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