Syngenta

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Syngenta AG
Syngenta Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0011037469
Gründung 13. November 2000
Sitz Basel, Schweiz
Leitung Michael Mack
(CEO)
John Ramsay
(CFO)
Martin Taylor
(VR-Präsident)
Mitarbeiter über 26'000 (2011)[1]
Umsatz 13,3 Mrd. USD (2011)[1]
Branche Agrargeschäft
Produkte Pflanzenschutz, Saatgut
Website www.syngenta.com

Syngenta ist weltweit einer der grössten Konzerne im Agrargeschäft und der erste, der sich ausschliesslich auf diesen Wirtschaftssektor konzentriert. Das Unternehmen ist in der Sparte Pflanzenschutz (Syngenta Crop Protection) Marktführer und in der Sparte „kommerzielles Saatgut“ (Syngenta Seeds) auf Platz drei. Der grösste Konkurrent ist Monsanto. Der Umsatz 2011 (2010) betrug 13,3 (11,6) Milliarden US-Dollar. Syngenta beschäftigt derzeit über 26'000 Mitarbeiter in über 90 Ländern.

Syngenta ist ebenso in der Biotechnologie tätig.

Geschichte

Das Unternehmen entstand am 13. November 2000 aus einer Fusion der Agrarsparten von Novartis (61% des Aktienkapitals) und AstraZeneca (39%). Seither erfolgten zahlreiche Unternehmensübernahmen sowie Kooperationen im Bereich dieser Tätigkeitssparten.

Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war 2001 die vollständige DNA-Sequenzierung des Reis-Genoms durch das Genom-Forschungszentrum von Syngenta (in Zusammenarbeit mit Myriad Genetics Inc.). Das Unternehmen gehörte auch dem Forschungskonsortium Goldener Reis an und hält einige Patente dieser Neuzüchtung, erklärte jedoch den Verzicht auf entsprechende Lizenzzahlungen, sodass Landwirte nach dem Einkreuzen lokaler Reissorten das eigene Saatgut kostenfrei selbst vermehren können.[2] 2003 gab Syngenta die Markteinführung der weltweit ersten Hybridgerstensorte in Grossbritannien mit Namen Colossus bekannt.

Syngenta hat seinen Hauptsitz in Basel (CH) und verfügt heute über drei wichtige Forschungsstandorte in Stein (CH), Bracknell (UK) und North Carolina (USA).

Produkte und Auswirkungen

Der Hauptsitz von Syngenta in Basel

Das Herbizid Atrazin wurde in der EU 2004 verboten, weil seine Rückstände häufig im Grundwasser nachweisbar waren.[3] In den USA werden jährlich noch etwa 34.500 Tonnen Atrazin eingesetzt.[4]

Kritik

Kritiker werfen dem Unternehmen sein Engagement auf dem Gebiet der Gentechnik vor. Zudem wird Syngenta vorgeworfen, durch den Verkauf des Herbizids Paraquat Vergiftungs- und Todesfälle von Landarbeitern in Kauf zu nehmen[5]. Dieses Produkt soll beispielsweise in Entwicklungsländern auf Palmöl-Plantagen, entgegen den Anwendungsvorschriften des Herstellers, ohne die notwendige Schutzkleidung eingesetzt werden. Paraquat ist in der EU und der Schweiz auch wegen seiner hohen Humantoxizität verboten. [6] Im Jahr 2012 wurde der Konzern deshalb für den Public Eye Award nominiert. [7]

Im Rahmen von Protestaktionen gegen das Unternehmen kam es zu Erstürmungen von Syngenta-Anlagen durch die Bauernbewegung Via Campesina, im Oktober 2006 im Süden Brasiliens und im Dezember 2007 im Nordosten in der Nähe von Cajazeiras; dabei wurden Teile der Firmeneinrichtung zerstört, zwei Menschenleben waren zu beklagen[8]. Um den Konflikt zu beenden übergab Syngenta im Oktober 2008 die Forschungsfarm an die brasilianische Regionalverwaltung. Diese hat mitgeteilt künftig Saatgut von Regionalsorten auf dieser Farm zu produzieren.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Full Year Results 2011
  2. What Syngenta thinks about…
  3. Frank Ackerman: The Economics of Atrazine. Int J Occup Environ Health (2007), 13, S. 441-449.
  4. Edward Walsh: EPA Stops Short of Banning Herbicide, Washington Post. 1. Februar 2003, S. A14. Abgerufen am 3. Juni 2010. 
  5. Swissinfo: EU court bans Syngenta's paraquat weedkiller „Campaigners say many workers and farmers exposed on a regular basis to paraquat suffer serious health problems, adding that its high toxicity can lead to death.“
  6. Erklärung von Bern: Paraquat-Verbot in der Schweiz: Wie Syngenta versucht unangenehme Fakten zu verdrehen
  7. http://www.publiceye.ch/de/vote/syngenta/
  8. Reuters : Two killed in Brazil landless peasants protest

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