Otto von Fürth

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Otto von Fürth (* 18. November 1867 in Strakonitz, Böhmen; † 7. Juni 1938 in Wien) war ein österreichischer Mediziner und Chemiker.

Leben und Werk

Fürth studierte an der Universität Wien ab 1887 Medizin und Chemie und anschließend bei Franz Hofmeister in Prag. Er folgte Hofmeister 1896 nach Straßburg und kehrte von dort 1905 nach Wien zurück, wo er die Chemische Abteilung im Physiologischen Institut übernahm. Ab 1929 hatte er an der gleichen Universität einen Lehrstuhl für Medizinische Chemie inne.

Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich wurde er als Jude von der Universität entlassen und starb kurz darauf.

Sein Arbeitsgebiet reichte von der Isolierung des Adrenalins über alle Gebiete der Biochemie.

Im Jahr 1966 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Otto-Fürth-Gasse nach ihm benannt.

Ehrungen

  • Lieben-Preis 1923

Literatur

  • Marlene Jantsch: Fürth, Otto Ritter v.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 701 (Digitalisat).
  • Fürth Otto von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 382.

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