Natriumwolframat


Natriumwolframat

Strukturformel
2 Natriumion Orthowolframation
Allgemeines
Name Natriumwolframat
Andere Namen
  • Dinatriumwolframat
  • Natriumorthowolframat
Summenformel Na2WO4
CAS-Nummer
  • 13472-45-2
  • 10213-10-2 (Dihydrat)
PubChem 150191
Kurzbeschreibung

weiße, geruchlose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 293,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 4,18 g·cm−3 (wasserfrei)[2]
  • 3,23 g·cm−3 (Dihydrat)[3]
Schmelzpunkt

698 °C[1]

Löslichkeit

gut in Wasser (730 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319
P: 305+351+338 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: 22
LD50

1190 mg·kg−1 (Ratte, oral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Natriumwolframat (genauer Natriumorthowolframat) ist ein weißes, kristallines, gut wasserlösliches Salz aus der Gruppe der Wolframate.

Gewinnung und Darstellung

Natriumwolframat ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Herstellung von Wolfram aus Scheelit (CaWO4) und Wolframit (Fe,MnWO4) und wird durch Reaktion der Minerale mit NaOH oder Na2CO3 erhalten.

$ \mathrm{WO_3 + 2 \ NaOH \rightarrow Na_2WO_4 + H_2O} $

Eigenschaften

Natriumwolframat kommt auch als Dihydrat Na2WO4·2 H2O vor, welches bei über 100 °C sein Kristallwasser abgibt. Wässrige Lösungen von Natriumwolframat reagieren alkalisch (pH-Wert 9−11,5 bei einer Messtemperatur von 20 °C und einer Konzentration von 100 g/l).

Bei Beigabe einer Säure polymerisiert Natriumwolframat und nimmt dabei eine gelbliche Farbe an.

Verwendung

Natriumwolframat dient ähnlich wie Ammoniumwolframat als Katalysator in der organischen Chemie.[6]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Eintrag zu CAS-Nr. 13472-45-2 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 4. Mai 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. Römpp Cd 2006, Georg Thieme Verlag 2006.
  3. 3,0 3,1 Datenblatt Natriumwolframat bei Merck, abgerufen am 23. Februar 2010..
  4. 4,0 4,1 Datenblatt Tungsten atomic spectroscopy standard concentrate 1.00 g W bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. April 2011.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. z.B. Patent-de: Katalysatoren für die Herstellung von Olefinen durch oxidative Dehydrierung