Martin Stratmann

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Martin Stratmann (* 20. April 1954 in Essen) ist ein deutscher Chemiker und Korrosionsforscher, der heute Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung ist. Seit Mitte 2008 ist er Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft [1].

Leben

Stratmann studierte Chemie an der Universität Bochum und forschte für seine Promotion im Jahr 1982 am MPI für Eisenforschung. Ab 1984 war er Postdoktorand an der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio. Danach war er ab 1987 Leiter einer Arbeitsgruppe für Korrosionsforschung am MPI für Eisenforschung. Er habilitierte sich im Jahr 1992 im Fach Physikalische Chemie an der Universität Düsseldorf und wurde im Jahr 1994 zum Ordinarius an die Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Seit dem Jahr 2000 ist er Direktor am MPI für Eisenforschung und Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.

Er forscht vor allem über Elektrochemie, Korrosionsforschung und Grenzflächenchemie.

Stratmann ist Mitherausgeber der 10-bändigen "Encyclopedia of Electrochemistry", die zwischen 2002 und 2007 im Verlag Wiley-VCH erschienen ist.

2005 wurde Martin Stratmann in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen.

Preise und Auszeichnungen

  • Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für seine Dissertation
  • T.P. Hoar Award für die beste Publikation in der Korrosionsforschung (1994 und 1995)
  • DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung (2004)
  • U. R. Evans Award (2005)

Literatur

  • Max-Planck-Gesellschaft (Hg.): Handbuch der Wissenschaftlichen Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft, München 2006, Seite 220

Weblinks

Einzelnachweise

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