Gyromagnetisches Verhältnis
Das gyromagnetische Verhältnis (auch: magnetogyrisches Verhältnis[1])
.
Daher folgt:
Das gyromagnetische Verhältnis eines geladenen Teilchens ist das Produkt seines (dimensionslosen) gyromagnetischen Faktors
mit
: elektrische Ladung : Teilchenmasse.
Das gyromagnetische Verhältnis kann bestimmt werden unter Ausnutzung des Barnett-Effektes und des Einstein-de-Haas-Effektes. In vielen anderen Experimenten, wie z.B. ferromagnetische Resonanz oder Elektronenspinresonanz, kann der Wert von
für reinen Bahndrehimpuls eines Elektrons
Wie im Artikel Magnetisches Moment ausgeführt, gilt für das Magnetische Moment des Bahndrehimpulses eines Elektrons:
.
Mit
der Ladung des Elektrons seiner Masse.
Daher folgt:
Mit
für den Spin eines Teilchens
Betrachtet man ein Teilchen mit Spin
, beziehungsweise
Der Wert dieser Naturkonstanten ist für jede Teilchenart charakteristisch. Nach derzeitiger Messgenauigkeit beträgt sie
- für das Proton:
- für das Elektron:
dabei geben die eingeklammerten Ziffern jeweils die geschätzte Standardabweichung für den Mittelwert an, der den beiden letzten Ziffern vor der Klammer entspricht.
Siehe auch
Literatur
- Horst Stöcker: Taschenbuch der Physik. 4. Auflage, Verlag Harry Deutsch, Frankfurt am Main, 2000, ISBN 3-8171-1628-4
- H. Haken/H.C. Wolf: Atom- und Quantenphysik, 8. Auflage, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York, 2004, S.194 ff, ISBN 3540026215
Einzelnachweise
- ↑ Manfred Hesse, Herbert Meier, Bernd Zeeh: Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie. 7. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2005, ISBN 3-13-576107-X
- ↑ CODATA Recommended Values. National Institute of Standards and Technology, abgerufen am 19. Juni 2011. Wert für
- ↑ CODATA Recommended Values. National Institute of Standards and Technology, abgerufen am 19. Juni 2011. Wert für