Fast Atom Bombardment


Fast Atom Bombardment

Fast Atom Bombardment (FAB) ist ein Ionisierungsverfahren, das in Massenspektrometern (MS) benutzt wird. Dabei wird eine Lösung des Analyts in einer flüssigen schwer-flüchtigen Matrix mit einem Partikelstrom aus gewöhnlich inerten Gasen wie Argon oder Xenon (3–8 keV) beschossen. Übliche Matrices sind dabei Glycerin oder 3-Nitrobenzylchlorid. Diese Technik ist nahe verwandt mit der Sekundärionen-Massenspektrometrie. So spricht man von Liquid Secondary Ion Mass Spectrometry (LSIMS), wenn statt Edelgasatomen schnelle Ionen (Cs+, bis zu 35 keV) verwendet werden.

FAB ist im Vergleich zur Elektronenstoßionisation ein „sanftes“ Ionisierungsverfahren und erzeugt hauptsächlich protonierte Moleküle wie [M+H]+ oder deprotonierte Moleküle wie [M−H]. Die Art der Ionisierungsprodukte stellt FAB in die Nähe zu Verfahren wie Chemische Ionisation (CI), Elektrospray-Ionisation (ESI), Atmospheric Pressure Chemical Ionization (APCI) und MALDI (engl. Matrix Assisted Laser Desorption/Ionization, dt. matrixunterstützte Laser-Desorption/Ionisation).

FAB wurde ab ca. 1980 in der Routineanalytik eingesetzt. Aufgrund der geringeren Empfindlichkeit, schlechterer Ionenausbeuten und dem hohen Verschmutzungsgrad in der Ionenquelle ist dieses Ionisierungsverfahren seit Anfang 1990 durch ESI, APCI und MALDI verdrängt worden. Auch ist die Kopplung von HPLC (High Performance Liquid Chromatography) mit FAB-MS sehr viel aufwendiger und weniger effizient als die mit ESI- oder APCI-MS.

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