Diethylentriaminpentaessigsäure

Diethylentriaminpentaessigsäure

Strukturformel
Struktur von Diethylentriaminpentaessigsäure
Allgemeines
Name Diethylentriaminpentaessigsäure
Andere Namen
  • Diethylentriaminpentaessigsäure
  • N,N-Bis(2-(bis(carboxymethyl)amino)ethyl)glycin
  • 3-Aza-3-(carboxymethyl)- pentamethylendinitrilotetraessigsäure
Summenformel C14H23N3O10
CAS-Nummer 67-43-6
PubChem 3053
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 393,35 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,56 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

220 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser (4,8 g·l−1 bei 25 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 319-410
P: 273-​305+351+338-​501 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26
LD50

587 mg·kg−1 (Ratte, intraperitoneal)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA) ist eine fünfprotonige Säure und chemisch mit dem EDTA verwandt. Sie wird als chelatisierender Komplexbildner verwendet.

Die ausgezeichneten Komplexbildungseigenschaften besonders bei Metall-Kationen mit großen Ionenradius prädestinieren DTPA für den Einsatz in der Medizin. Beispielsweise wird es in der Chelat-Therapie zum Entgiften nach Unfällen mit Schwermetallen und insbesondere zum Transport von Gadolinium als Kontrastmittel (Gadopentetat-Dimeglumin) bei MRT-Untersuchungen genutzt.

Gewinnung und Darstellung

DTPA kann durch Umsetzung von Diethylentriamin mit fünf Äquivalenten Bromessigsäure gewonnen werden.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Datenblatt Diethylentriaminpentaessigsäure bei Acros, abgerufen am 26. Februar 2010..
  2. ↑ 2,0 2,1 Datenblatt Diethylentriaminpentaessigsäure bei AlfaAesar, abgerufen am 11. Februar 2010 (JavaScript erforderlich)..
  3. ↑ 3,0 3,1 Diethylentriaminpentaessigsäure bei ChemIDplus.
  4. ↑ 4,0 4,1 Datenblatt Diethylenetriaminepentaacetic acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. März 2011.
  5. ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.