Basophilie

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Als Basophilie wird ein Anstieg der Zahl der basophilen Granulozyten (kurz: Basophile) im Blut bezeichnet. Die Basophilie ist eine Form der Leukozytose, also der Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen. Des Weiteren bezeichnet Basophilie auch die Färbeeigenschaft von Zellen respektive Zellorganellen bei zyto- und histologischen Untersuchungen, einer Eigenschaft, der auch die basophilen Granulozyten ihren Namen verdanken. Als basophil werden (meist) saure Molekül-Gruppen im Gewebe bezeichnet, welche sich gut mit basischen Farbstoffen (z. B. blau mit Hämatoxylin in der Hämatoxylin-Eosin-Färbung) anfärben lassen. Siehe hierzu insbesondere unter Histologie (Abschnitt Färbemethoden der Histologie).

Basophilie in der Hämatologie

Basophile werden im Knochenmark produziert und haben die gleiche Vorläuferzelle wie Mastzellen. Sie zirkulieren nur für wenige Minuten im Blut und wandern dann in die Gewebe, wo sie mehrere Wochen verbleiben.

Basophilie ist oft mit einer Eosinophilie vergesellschaftet. Ursachen einer Basophilie sind Allergien und Hypersensitivitätsreaktionen. Darüber hinaus kommt es bei Parasitosen häufig zu einer Basophilie (Herzwurmerkrankung, andere Erkrankungen durch Fadenwürmer, Befall mit Zecken oder Flohallergien). Eine Hyperlipoproteinämie, also eine metabolische oder endokrine Erkrankung mit einem Anstieg der Blutfette, kann ebenfalls mit einer Basophilie verbunden sein. Die basophile Leukämie ist eine sehr seltene Tumorerkrankung. Bei der chronisch myeloischen Leukämie kommt es ebenfalls zu einem Anstieg der Basophilenzahl.

Basopenie

Die Basopenie ist eine Abnahme der Basophilen im Blut. Sie ist schwer nachzuweisen, da die Basophilenzahl schon physiologisch relativ klein ist. Als Ursache kommen vor allem erhöhte Glukokortikoid-Spiegel, entweder endogen bedingt (Stress) oder durch Verabreichung als Medikament in Frage.

Siehe auch

  • Monozytose
  • Neutrophilie
  • Lymphozytose
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