Anilazin


Anilazin

Strukturformel
Strukturformel des Anilazins
Allgemeines
Name Anilazin
Andere Namen
  • 2-Chlor-N-(4,6-dichlor-
    1,3,5-triazin-2-yl)anilin
  • Zinochlor
Summenformel C9H5Cl3N4
CAS-Nummer 101-05-3
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 275,52 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,7 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

159-160 °C[1]

Siedepunkt

Zersetzung [1]

Dampfdruck

bei 20 °C vernachlässigbar[1]

Löslichkeit
  • unlöslich in Wasser (8 mg·l−1 bei 20 °C)[1]
  • moderat löslich in organischen Lösungsmitteln[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 319-315-410
P: 273-​305+351+338-​501 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Reizend Umweltgefährlich
Reizend Umwelt-
gefährlich
(Xi) (N)
R- und S-Sätze R: 36/38-50/53
S: (2)-22-60-61
LD50

3630 mg·kg−1 oral Ratte[6]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Anilazin ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine heterocyclische organische Verbindung aus der Gruppe der Triazine. Sie liegt in Form eines farblosen Feststoffes vor und wird als Fungizid eingesetzt.

Geschichte

Anilazin wurde zuerst 1955 vermarktet.[7]

Verwendung

Anilazin wird als Kontaktfungizid verwendet. Es wird bzw. wurde gegen zahlreiche Blatt- und Fruchtkrankheiten (z. B. bei Befall mit Septoria, Alternari spp, Colletotrichum coffeanum, Leptosphaeria nodorum und Pyrenophora teres) bei verschiedenen Kulturpflanzen (Kaffee, Getreide, ...) eingesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Eintrag zu CAS-Nr. 101-05-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 11. Dezember 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. Anizalin (farmchemicalsinternational).
  3. 3,0 3,1 Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 101-05-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  4. Datenblatt Anilazin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. März 2011.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. Datenblatt bei InChem.
  7. Datenblatt beim National Toxicology Program.