Zinkcarbonat


Zinkcarbonat

Strukturformel
Zinkion Carbonation
Allgemeines
Name Zinkcarbonat
Andere Namen
Summenformel ZnCO3
CAS-Nummer 3486-35-9
PubChem 19005
Kurzbeschreibung

farbloser bis gelblicher, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 125,42 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,43 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

~300 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser (10 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Umweltgefährlich
Umwelt-
gefährlich
(N)
R- und S-Sätze R: 50/53
S: 60-61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Zinkcarbonat ist in der Chemie ein Zinksalz der Kohlensäure (Carbonate).

Vorkommen

In der Natur kommt Zinkcarbonat als Smithsonit, auch als Zinkspat bezeichnet, eher selten vor.

Gewinnung und Darstellung

Zinkcarbonat mit der chemischen Zusammensetzung Zn[CO3] entsteht als weißer Niederschlag bei der Vereinigung von Zinksalz- und Soda-Lösung.

Eigenschaften

Es handelt sich um ein weißes, in Säuren lösliches Pulver, das beim Glühen in Zinkoxid überführt werden kann (Brennen unter Abspaltung von Kohlenstoffdioxid):

$ \mathrm{ZnCO_3 \longrightarrow \ ZnO + CO_2 \uparrow } $

In starken Laugen kann Zinkcarbonat komplex als farbloses Tetrahydroxozinkat gelöst werden (Komplexbildungsreaktion). Es kristallisiert im trigonalen Kristallsystem und entwickelt meist rhomboedrische Kristalle in überwiegend blauer oder grüner Farbe (auch farblose, weiße, lichtgelbe oder braune Kristalle sind bekannt). Chemisch gesehen ähneln die Eigenschaften von Zinkcarbonat dem des Kalks (Calciumcarbonat), jedoch bilden Zink-II-salzlösungen im Unterschied zu Calciumverbindungen Sulfid-Niederschläge, jedoch keine Niederschläge bei Zugabe von Schwefelsäure. Wässrige Suspensionen von Zinkcarbonat reagieren alkalisch.

Verwendung

Zinkcarbonat wird als Pigment verwendet und ist pharmazeutischen Zubereitungen enthalten. Es wird weiterhin zur Herstellung von Zinkoxid-Pigmenten, für die Absorption von Schwefelwasserstoff bei der Spülung von Tiefbohrungen und in der Textilfärberei/Textildruck verwendet. Daneben wird es als Aktivator für die Schwefel- und Thiuramvulkanisation von transluzenten und semitransparenten Gummiartikeln, als Vulkanisiermittel in carboxylierten Kautschuken und Aktivator in Latextauchartikeln verwendet.[5]

Siehe auch

  • Zinkhydroxidcarbonat (Basisches Zinkcarbonat), [ZnCO3]2·[Zn(OH)2]3, CAS Nummer: 5263-02-5
  • Dizinkcarbonat Zn2CO3

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Eintrag zu CAS-Nr. 3486-35-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 31. Mai 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. H. Effenberger, K. Mereiter, J. Zemann, Z. Kristallogr. 1981, 156, 233–243.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. brueggemann.com: Zinkcarbonat.