Trimellitsäureanhydrid


Trimellitsäureanhydrid

Strukturformel
Strukturformel von Trimellitsäureanhydrid
Allgemeines
Name Trimellitsäureanhydrid
Andere Namen
  • Trimellithsäureanhydrid
  • 1,2,4-Tricarboxybenzol-1,2-anhydrid
  • 1,2,4-Benzoltricarbonsäure-1,2-anhydrid
  • IUPAC: 1,3-Dioxo-2-benzofuran-5-carbonsäure
Summenformel C9H4O5
CAS-Nummer 552-30-7
PubChem 11089
Kurzbeschreibung

hygroskopische, geruchlose, farblose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 192,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,53 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

162–165 °C[1]

Siedepunkt

240 °C (20 hPa) [1]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
08 – Gesundheitsgefährdend 05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 335-318-334-317
P: 261-​280-​305+351+338-​342+311 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 37-41-42/43
S: (2)-22-26-36/37/39
MAK

0,04 mg·m−3 [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Trimellitsäureanhydrid (TMA), auch Trimellithsäureanhydrid, ist ein Grundstoff zur Synthese von Lackharzen, Weichmachern, Polyestern, Härtern für Epoxid-Harze, Farbstoffen u.a.

Anwendungen

Bei der Herstellung bestimmter Kunststoffen kann Trimellitsäureanhydrid Trimellitsäure ersetzen.

Trimellitsäureanhydrid wirkt ätzend und muss entsprechend vorsichtig gehandhabt werden. Eine ausführliche Studie zur Risikobewertung von Säureanhydriden einschließlich Trimellitsäureanhydrid wurde Ende 2004 veröffentlicht.[4]

Herstellung

Trimellitsäureanhydrid bildet sich durch Wasserabspaltung aus Trimellitsäure.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Eintrag zu CAS-Nr. 552-30-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 14. September 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. 2,0 2,1 Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 552-30-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Helena Keskinen: 136. Cyclic acid anhydrides. National Institute for Working Life/ Nordic Council of Ministers, Dec. 2004. Als Download.