Quentchen

Erweiterte Suche

Ein Quent, Quint, Quentchen, Quentlein, Quentin, Quintchen, Quintlein, Quentgen bzw. Quäntchen ist eine Maßeinheit.

Wortherkunft

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die obigen Worte leiten sich von mittellateinisch quentinus, der fünfte Teil, zu lat. quinque, fünf, ab. Die letzteren sind Diminutiv von Quent bzw. Quint, einem alten deutschen Handelsgewicht. In der reformierten Rechtschreibung wird das Wort – etymologisch falsch – von Quantum abgeleitet [1], einer Bezeichnung für eine bestimmte Menge oder eine bestimmte Anzahl.

Die Worte Drachme, Dragme (fr.), Drachma (lat.) waren Synonyme.[2]

Bedeutung

  • Der fünfte Teil eines Lots
  • 4 Pfenniggewichte
  • 3,65 g
  • Der zehnte Teil eines Lots 1,67 g (Preußen ab 1858) abgeleitet von 1 Zollpfund = 30 Lot = 300 Quentchen = 500 Gramm
  • Der vierte Teil eines Lots, 1 Pfund = 32 Lot = 128 Quint[2][3]
  • 1 Quint = 3 Skrupel (Apothekergewicht)[2]

Siehe auch

Wiktionary Wiktionary: Quentchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Theodor Ickler: Die sogenannte Rechtschreibreform – ein Schildbürgerstreich, Leibniz, St. Goar 1997, ISBN 3-931155-09-9, S. 20 - 22
  2. 2,0 2,1 2,2 Quintlein, Quent, Quentin, Quint, Quentgen. In: Zedlers Universal-Lexicon. Band 30, Leipzig 1741, Spalte 359. „Fr. Dragme, Lat. Drachma, ist das vierdte Theil von einem Loth. Auf ein Pfund gehen hundert und acht und zwantzig Quint. Im Apothecker=Gewichte hält ein Quint drey Scrupel, und wird Drachma genennet.“
  3. Amtsblatt der Regierung zu Aachen Jahrgang 1816 Seiten 166–169: Anweisung zur Verfertigung der Probemaaße und Gewichte nach § 1. der Maaß- und Gewichtordnung. Vom 16. Mai 1816 § 21. Das Preußische Pfund § 18 soll auch als Kramergewicht dienen, und zu diesem Zwecke in zwei und dreißig Lothe, das Loth aber in vier Quentchen getheilt werden.

Die cosmos-indirekt.de:News der letzten Tage

22.11.2022
Exoplaneten | Teleskope
Weltraumteleskop JWST: Neues von den Atmospären von Exoplaneten
Beobachtungen des Exoplaneten WASP-39b mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) haben eine Fülle von Informationen über die Atmosphäre des Planeten geliefert.
21.11.2022
Galaxien | Schwarze Löcher | Teleskope
Schärfster Blick in den Kern eines Quasars
Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern präsentiert neue Beobachtungen des ersten jemals identifizierten Quasars.
22.11.2022
Festkörperphysik | Physikdidaktik
Chemielehrbücher: Es gibt keine Kohlensäure - Falsch!
Die Existenz von Kohlensäure war in der Wissenschaft lange umstritten: theoretisch existent, praktisch kaum nachweisbar, denn an der Erdoberfläche zerfällt die Verbindung.
21.11.2022
Quantenphysik
Ein Quant als Winkel
Die Feinstrukturkonstante ist eine der wichtigsten Naturkonstanten überhaupt: In Wien fand man nun eine bemerkenswerte neue Art, sie zu messen – nämlich als Drehwinkel.
21.11.2022
Akustik | Quantenoptik
Akustische Quantentechnologie: Lichtquanten mit Höchstgeschwindigkeit sortiert
Einem deutsch-spanischen Forscherteam ist es gelungen einzelne Lichtquanten mit höchster Präzision zu kontrollieren.
18.11.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Rekonstruktion eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals
Ein Forschungsteam aus Jena und Turin (Italien) hat die Entstehung eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals rekonstruiert.
18.11.2022
Thermodynamik | Festkörperphysik
Bläschenbildung: Siedeprozess deutlich genauer als bisher beschrieben
Siedet eine Flüssigkeit in einem Gefäß, bilden sich am Boden winzige Dampfbläschen, die aufsteigen und Wärme mit sich nehmen.
15.11.2022
Sterne | Planeten | Atomphysik | Quantenphysik
Neues vom Wasserstoff: Erkenntnisse über Planeten und Sterne
Mit einer auf Zufallszahlen basierenden Simulationsmethode konnten Wissenschaftler die Eigenschaften von warmem dichten Wasserstoff so genau wie nie zuvor beschreiben.