Myclobutanil

Myclobutanil

Strukturformel
Struktur von Myclobutanil
Allgemeines
Name Myclobutanil
Andere Namen

(RS)-2-(4-Chlorphenyl)-2-(1H-1,2,4-triazol- 1-ylmethyl)hexannitril

Summenformel C15H17ClN4
CAS-Nummer 88671-89-0
PubChem 6336
Eigenschaften
Molare Masse 288,77 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,22 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

70–71,5 °C[1]

Siedepunkt

202–208 °C[2]

Dampfdruck

213 µPa (25 °C)[3]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (142 mg·l−1 bei 25 °C), löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 361d-302-319-411
P: 273-​281-​305+351+338 [5]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 22-36-51/53-63
S: (2)-36/37-46-61
LD50

1500–5000 mg·kg−1 (oral, Ratte)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Myclobutanil ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Triazole, Nitrile und Chlorphenyle. Sie wird als Breitband-Fungizid in der Landwirtschaft und im Hausgarten (vor allem bei Zierpflanzen, Obstbäumen und im Weinbau gegen Schorf, Rost und Mehltau) eingesetzt. Für diese Anwendungen bestehen Pflanzenschutzmittel-Zulassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[7] Die Wirkungsweise beruht auf der Hemmung der Sterol-Biosynthese.[8]

Sicherheitshinweise

Myclobutanil wirkt auf Menschen nur schwach giftig. In hohen Dosen wurden im Tierversuch Schäden an Embryos nachgewiesen. Es ist hochtoxisch für Fische, Algen und Zooplankton.[1]

Siehe auch

Verwandte Substanzen sind:

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Decision Document of the Plant Industry Directorate of Canada.
  2. ↑ Datenblatt Myclobutanil bei ChemBlink, abgerufen am 25. Februar 2011.
  3. ↑ Product Sheet.
  4. ↑ 4,0 4,1 Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 88671-89-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  5. ↑ Datenblatt Myclobutanil bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. April 2011.
  6. ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  7. ↑ Nationale Pflanzenschutzmittelverzeichnisse: Schweiz, Österreich, Deutschland; abgerufen am 7. Januar 2009.
  8. ↑ EVALUATION FOR ACCEPTABLE DAILY INTAKE of the International Programme on Chemical Safety.