Hellmut-Bredereck-Preis

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Der Hellmut-Bredereck-Preis wird von der Hellmut-Bredereck-Stiftung verliehen und ist ein deutscher Wissenschaftspreis. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis ist benannt nach einem der bedeutendsten deutschen Chemiker des vergangenen Jahrhunderts, Hellmut Bredereck (1904–1981), und wurde 1995 von dessen Witwe bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker eingerichtet. 1999 wurde der erste Preis verliehen.

Stiftung

Die Hellmut-Bredereck-Stiftung ist eine unselbständige, gemeinnützige Stiftung zur Förderung der Wissenschaften und wird derzeit als Sondervermögen mit satzungsmäßiger Zweckbindung im Rahmen einer gemeinnützigen Stiftungsverwaltung der Gesellschaft Deutscher Chemiker geführt. Stiftungsträger und Treuhänder ist die Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Vergabe

Die Stiftung möchte damit junge Wissenschaftler fördern, die auf den ehemaligen Arbeitsgebieten von Hellmut Bredereck tätig sind. Diese liegen auf dem Gebiet der organischen und bioorganischen Chemie mit Schwerpunkt Kohlenhydrate wie auch Heterocyclen, Proteine und Nucleotide.[1] Die Förderung erfolgt durch Vergabe einer Urkunde und eines Geldpreises, der meist in zweijährigem Abstand vergeben wird. Die Förderung kann auch durch Vergabe von Stipendien oder Forschungszuschüssen erfolgen. Ein Beirat, der sich aus vier Wissenschaftlern und einem Mitglied der Familie der Stifterin Elisabeth Bredereck zusammensetzt, entscheidet über den Preisträger und die Art der Vergabe.[2]

Beiräte

  • Karl Bredereck, Stuttgart
  • Athanassios Giannis, Leipzig
  • Ralf Miethchen, Rostock
  • Oliver Seitz, Berlin
  • Joachim Thiem, Hamburg (Vorsitzender)

Preisträger

  • 1999 Ulf Diederichsen, München
  • 2001 Carsten Schmuck
  • 2003 Armin Geyer, Andreas Marx, Roderich Süßmuth, Siegfried R. Waldvogel, Helma Wennemers, Matthias Köck, Michael Müller, Georg Pohnert (Teilnahmestipendium für das Bredereck-Symposium Bioorganische Chemie)
  • 2005 Hans-Achim Wagenknecht, München
  • 2009 Jörg S. Hartig, Konstanz
  • 2011 Christoph Arenz, Berlin

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.uni-mainz.de/forschung/17334.php
  2. http://www.gdch.de/gdch/eps/stiftungen/bredereck.htm

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