Gracilin

Gracilin

Dieser Artikel behandelt das aus verschiedenen Artemisia-Arten isolierte Sesquiterpen Gracilin (CAS 23522-05-6). Für die Reihe von Norditerpen-Metaboliten (Gracilin A etc.) siehe Graciline. Für das Spirostanol-Saponin ähnlichen Namens siehe Gracillin (CAS 19083-00-2).
Strukturformel
Gracilin
Allgemeines
Name Gracilin
Andere Namen
  • Barrelierin
  • Taurin
Summenformel C15H20O3
CAS-Nummer 23522-05-6
PubChem 211707
Eigenschaften
Molare Masse 248,3 g·mol−1
Schmelzpunkt

118−119 °C (aus Ethanol) [1][2]
104−105 °C (aus Hexan) [3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Gracilin oder Barrelierin (CAS 23522-05-6) ist ein Sesquiterpenlacton, das aus verschiedenen Arten der Gattung Artemisia extrahiert wurde, unter anderem aus Artemisia gracilescens und Artemisia taurica. [3] Es gehört zu einer Gruppe von Sesquiterpenlactonen, die auch als Eudesmanolide bezeichnet werden. Aus überirdischen Pflanzenteilen von Artemisia barrelieri isoliertes Gracilin zeigte in einem Versuch eine entzündungshemmende Wirkung [5] und verminderte durch Carrageen hervorgerufene Ödeme in den Pfoten von Ratten.

Spezifischer Drehwinkel:

  • [α]D,19 = −120° (c = 5,0, Ethanol) [2]
  • [α]D,20 = −108,6° (c = 0,019, Ethanol) [3]

Einzelnachweise

  1. ↑ N. A. Kechatova: "Sesquiterpene lactones from Artemisia taurica", Chemistry of Natural Compounds 4 (4), 205–207 (1968).
  2. ↑ 2,0 2,1 A. G. Safarova, S. V. Serkerov: "New components of Artemisia taurica", Chemistry of Natural Compounds 34 (2), 244–245 (1998).
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 A. Zh. Turmukhambetov et al.: "Gracilin – A new sesquiterpene lactone from Artemisia gracilescens", Chemistry of Natural Compounds 27 (3), 292–295 (1991). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Turmukhambetov“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  4. ↑ Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. ↑ M. C. Zafra-Polo, M. A. Blázquez: "Antiinflammatory activity of sesquiterpene lactones from Artemisia barrelieri in rats", Phytotherapy Research 5 (2), 91–93 (1991).