Chinizarin

Chinizarin

Strukturformel
Strukturformel von Chinizarin
Allgemeines
Name Chinizarin
Andere Namen
  • 1,4-Dihydroxy-9,10-anthrachinon
  • 1,4-Dihydroxyanthracen-9,10-dion
  • C.I. 58050
  • Macrolex Orange GG
  • Smoke Orange R
  • Solvent Orange 86
Summenformel C14H8O4
CAS-Nummer 81-64-1
PubChem 6688
Kurzbeschreibung

gelbrote Blättchen oder tiefrote Nadeln[1]

Eigenschaften
Molare Masse 240,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

194–196 °C oder 200–202 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser, Ethanol, Diethylether und Benzol[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 317-319
P: 280-​305+351+338 [2]
LD50

>5000 mg·kg−1 (Maus, peroral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Chinizarin ist eine organisch-chemische aromatische Verbindung. Es handelt sich um einen mit Alizarin verwandten Anthrachinonfarbstoff.

Darstellung

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Chinizarin (Historische Farbstoffsammlung der TU Dresden)

In der Literatur sind eine ganze Reihe an Synthesemöglichkeiten beschrieben. Chinizarin kann aus der Reaktion zwischen Phthalsäureanhydrid und Hydrochinon gewonnen werden. Als Lewis-Säure kann hierzu Aluminiumchlorid verwendet werden.[4] Ein weiterer Syntheseweg ist durch die Reaktion von 1,4-Dihydroxynaphthalin mit Maleinsäureanhydrid und Aluminiumchlorid gegeben.[5]

Verwendung

Der Farbstoff ist in seiner protonierten Form orange. Bei Zugabe von Hydroxidionen färbt sich der Farbstoff violett. Somit kann er als pH-Indikator verwendet werden.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 H. Römpp et al. (Hrsg.): Römpp Lexikon Chemie, 9. Auflage, Thieme, Stuttgart 1992.
  2. 2,0 2,1 Datenblatt Quinizarin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Mai 2011.
  3. Chinizarin bei ChemIDplus.
  4. H. Raudnitz: Über 5.8-Dioxy-alpha-anthrapyridinchinone, in: Chem. Ber., 1929, 62, S. 509–513; doi:10.1002/cber.19290620310.
  5. K. Zahn, P. Ochwat: Zur Konstitution und Reaktionsweise mehrkerniger Polyoxy-chinone. Über Naphtazarin und Chinizarin, in: Liebigs Annalen, 1928, 462, S. 82–97; doi:10.1002/jlac.19284620105.

Weblinks

Commons: Chinizarin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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