Charles Hatchett

Erweiterte Suche

Charles Hatchett.

Charles Hatchett (* 1. Februar 1765 in London; † 3. Oktober 1847 in London) war ein englischer Chemiker und Mineraloge.

Leben und Wirken

Hatchett wurde als Sohn eines bekannten Kutschbau-Unternehmers geboren. Als junger Mann nahm er die Gelegenheit wahr, eine Kutsche für Katharina die Große persönlich in Sankt Petersburg auszuliefern. Auf dieser Reise entwickelte sich sein Interesse für Chemie und Mineralogie. Hatchett entdeckte 1801 das Elements Niob, als er im Auftrag des Britischen Museums in London eine Columbitprobe analysierte. Er nannte das Element Columbium, was sich im angelsächsischen Sprachraum z.T. bis heute gehalten hat. Hatchetts Entdeckung konnte erst nach seinem Tod bestätigt werden, als Heinrich Rose das Niob wiederentdeckte. Da diesem jedoch die Arbeiten Hatchetts nicht bekannt waren, benannte er das neu gefundene Element Niob. Neben der Entdeckung des Niobs gelangen ihm zwischen 1796 und 1806 einige weitere Entdeckungen auf dem Gebiet der Mineralogie. Später war er Vizepräsident der Royal Institution of Great Britain. 1797 wurde Hatchett zum Fellow der Royal Society gewählt.

Um sich komplett dem Familienunternehmen widmen zu können, zog er sich später aus der Chemie zurück. Er wurde nun als Sammler von alten Büchern, Kunst sowie Musikmanuskripten und -instrumenten bekannt.

Ehrungen

1798 wurde er mit der Copley Medal ausgezeichnet. Nach ihm ist der Charles-Hatchett-Preis benannt, welcher seit 1979 für Forschung und Entwicklung mit und über Niob vergeben wird.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

17.01.2022
Quantenphysik | Teilchenphysik
Ladungsradien als Prüfstein neuester Kernmodelle
Ein internationales Forschungsprojekt hat die modernen Möglichkeiten der Erzeugung radioaktiver Isotope genutzt, um erstmals die Ladungsradien entlang einer Reihe kurzlebiger Nickelisotope zu bestimmen.
13.01.2022
Sonnensysteme | Planeten | Elektrodynamik
Sauerstoff-Ionen in Jupiters innersten Strahlungsgürteln
In den inneren Strahlungsgürteln des Jupiters finden Forscher hochenergetische Sauerstoff- und Schwefel-Ionen – und eine bisher unbekannte Ionenquelle.
12.01.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Die Suche nach einem kosmischen Gravitationswellenhintergrund
Ein internationales Team von Astronomen gibt die Ergebnisse einer umfassenden Suche nach einem niederfrequenten Gravitationswellenhintergrund bekannt.
11.01.2022
Exoplaneten
Ein rugbyballförmiger Exoplanet
Mithilfe des Weltraumteleskops CHEOPS konnte ein internationales Team von Forschenden zum ersten Mal die Verformung eines Exoplaneten nachweisen.
07.01.2022
Optik | Quantenoptik | Wellenlehre
Aufbruch in neue Frequenzbereiche
Ein internationales Team von Physikern hat eine Messmethode zur Beobachtung licht-induzierter Vorgänge in Festkörpern erweitert.
06.01.2022
Elektrodynamik | Quantenphysik | Teilchenphysik
Kernfusion durch künstliche Blitze
Gepulste elektrische Felder, die zum Beispiel durch Blitzeinschläge verursacht werden, machen sich als Spannungsspitzen bemerkbar und stellen eine zerstörerische Gefahr für elektronische Bauteile dar.
05.01.2022
Elektrodynamik | Teilchenphysik
Materie/Antimaterie-Symmetrie und Antimaterie-Uhr auf einmal getestet
Die BASE-Kollaboration am CERN berichtet über den weltweit genauesten Vergleich zwischen Protonen und Antiprotonen: Die Verhältnisse von Ladung zu Masse von Antiprotonen und Protonen sind auf elf Stellen identisch.
04.01.2022
Milchstraße
Orions Feuerstelle: Ein neues Bild des Flammennebels
Auf diesem neuen Bild der Europäischen Südsternwarte (ESO) bietet der Orion ein spektakuläres Feuerwerk zur Einstimmung auf die Festtage und das neue Jahr.
03.01.2022
Sterne | Elektrodynamik | Plasmaphysik
Die Sonne ins Labor holen
Warum die Sonnenkorona Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius erreicht, ist eines der großen Rätsel der Sonnenphysik.
30.12.2021
Sonnensysteme | Planeten
Rekonstruktion kosmischer Geschichte kann Eigenschaften von Merkur, Venus, Erde und Mars erklären
Astronomen ist es gelungen, die Eigenschaften der inneren Planeten unseres Sonnensystems aus unserer kosmischen Geschichte heraus zu erklären: durch Ringe in der Scheibe aus Gas und Staub, in der die Planeten entstanden sind.