Basigin

Basigin

Vorhandene Strukturdaten: 3B5H
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 364 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur single pass Typ 1 Membranprotein
Präkursor (385 aa)
Isoformen 2
Bezeichner
Gen-Namen BSG, CD147, HAb18G
Externe IDs OMIM: 109480 UniProtP35613
Transporter-Klassifikation
TCDB 8.A.23.1.1
Bezeichnung Basigin-Familie
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Wirbeltiere[1]

Basigin (auch: extracellular matrix metalloproteinase inducer, kurz EMMPRIN) ist ein Glykoprotein in der Zellmembran von Epithelzellen der Wirbeltiere. Es übt Funktionen unter anderem im Kohlenhydrat-Stoffwechsel und bei der Signaltransduktion des Immunsystems aus. Basigin trägt eine Immunglobulin (Ig)-Proteindomäne und ist Determinante des Ok-Blutgruppensystems. Beim Mensch wird es hauptsächlich im Gefäßepithel und in malignen Gliomen exprimiert.[2]

Basigin ist für die Lokalisierung der Monocarboxylat-Transporter MCT1 und MCT4 zuständig, deren anschließende Transportaktivität ohne Bindung an Basigin unmöglich ist. Basigin ist damit unentbehrlich für den Austausch von Lactat zwischen den Zellen.[3]

Mithilfe der Ig-Domäne bindet Basigin der einen Zelle an Basigin einer benachbarten Zelle und agiert so als Zelladhäsionsmolekül. Basigin bindet weiterhin Integrine, Cyclophiline, Caveolin-1 und Annexin II. Seine zytosolische Domäne induziert die Expression von Matrix-Metalloproteasen (MMP) und ist dadurch Teil der Angiogenese, Zellsprossung, des Energiestoffwechsels, der Zellmigration und der Zellmotilität.[4]

Einzelnachweise

  1. Orthologe bei OMA
  2. UniProt P35613
  3. Wilson MC, Meredith D, Fox JE, Manoharan C, Davies AJ, Halestrap AP: Basigin (CD147) is the target for organomercurial inhibition of monocarboxylate transporter isoforms 1 and 4: the ancillary protein for the insensitive MCT2 is EMBIGIN (gp70). In: J. Biol. Chem.. 280, Nr. 29, Juli 2005, S. 27213–21. doi:10.1074/jbc.M411950200. PMID 15917240.
  4. Jiang JL, Tang J: CD147 and its interacting proteins in cellular functions. (PDF) In: Sheng Li Xue Bao. 59, Nr. 4, August 2007, S. 517–23. PMID 17700972.

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