Alexander Olek

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Alexander Olek (* 10. August 1969 in Bonn)[1] ist ein deutscher Biochemiker und Unternehmer.

Leben

Olek wurde als Sohn eines Molekularbiologen geboren.[2]

Nach dem Abitur studierte er Mathematik in Buenos Aires, wo er auch ein molekularbiologisches Unternehmen gründete. Bis 1992 studierte er Chemie in Bonn und machte 1995 am Imperial College in London einen Bachelor in Biochemie. 1996 promovierte er am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik. Er hat um die 50 Patente.[1]

Alexander Olek war Mitglied in Gerhard Schröders Innovationsrat und unterrichtet Entrepreneurship an der Humboldt Universität Berlin.[3]

Ende der 1990er Jahre war Olek Mitgründer der Biotech-Firmen Genom Analytic GmbH in Bremen und Biopsytec in Berlin.[3] 1998 gründete er das transatlantische Biotech-Unternehmen Epigenomics, das auf Basis von Erbgutuntersuchungen Verfahren und Produkte zur Erkennung und Prognose von Krebs entwickelt. Als Vorstandsvorsitzender brachte Olek das Unternehmen 2004 an die Börse und verließ es zwei Jahre später.[4]

2005 war er Initiator und Gründungsmitglied der Phorms Management AG, einem deutschen Betreiber bilingualer Ganztagsschulen. Die deutsch/englischen Ganztagsschulen werden von gemeinnützigen Trägergesellschaften betrieben und sind staatlich anerkannte Ersatzschulen.[5]

2007 wurde die Inphorms GmbH als Tochter-Unternehmen gegründet, die Schulen, Eltern und Lehrer mittels Neuer Medien miteinander vernetzen will.[6]

Olek ist verheiratet und hat vier Kinder.

Auszeichnungen

  • 2001: Von der Unternehmensberatung Ernst & Young zum Entrepreneur des Jahres gewählt[7]
  • 2002: Ehrung als einer der weltbesten Young Innovators durch das Fachblatt Technology Review.[8]
  • 2002: Deutscher Gründerpreis in der Kategorie Visionär.[9]
  • 2006: Einer der 100 Köpfe von morgen der Initiative Land der Ideen unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.[10]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Berliner Morgenpost: "Ein Multitalent als Hoffnungsträger", 10. Juni 2008.
  2. Handelsblatt: "Schlitzohr im Forscherkittel", 30. April 2003"'.
  3. 3,0 3,1 DLD (Digital - Life - Design). Abgerufen am 16. August 2010.
  4. Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Alex Olek geht", 18. August 2006.
  5. Phorms-Website, abgerufen am 16. August 2010.
  6. Inphorms-Website, abgerufen am 16. August 2010.
  7. Ernst & Young-Website: Die Sieger, abgerufen am 16. August 2010.
  8. Technology Review: 2002 Winners, abgerufen am 16. August 2010.
  9. Deutscher Gründerpreis: Die Preisträger, abgerufen am 16. August 2010.
  10. Land der Ideen: 100 Köpfe von morgen, abgerufen am 16. August 2010.

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