Plasmalogene

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Ein typisches Plasmalogen; Phosphatidylethanolamin-Plasmalogen.

Plasmalogene sind Etherlipide, die strukturell den Phosphatidylcholinen bzw. Phosphatidylethanolaminen ähneln. Unterschied ist jedoch ein am endständigen Kohlenstoff-Atom des Glycerins anstelle eines Fettsäure-Esters als Enolether gebundener Fettaldehyd. Die zweite, als Ester gebundene Fettsäure ist zumeist mehrfach ungesättigt. Über 10 % der Phospholipide des Gehirns und der Muskeln gehören zur Gruppe der Plasmalogene. Da ein Zusammenhang der Plasmalogene mit verschiedenen Neuropathologien zu bestehen scheint, sind sie Gegenstand intensiver Forschung.

Funktionen

Plasmalogene kommen in vielen menschlichen Geweben vor, insbesondere in größeren Mengen im Nerven- Immun- und Herzkreislaufsystem. Gewebespezifisch lässt sich unterscheiden, dass im menschlichen Herz vermehrt Plasmalogene mit Cholin als Kopfgruppe (sogenannte Phosphatidylcholin-Plasmalogene) während in den Myelinscheiden des Nervensystems vor allem Phosphatidylethanolamine mit Ethanolamin als Kopfgruppe zu finden sind.

Obwohl die Funktionen der Plasmalogene noch nicht vollständig aufgeklärt sind, konnte gezeigt werden, dass sie Säugerzellen gegen Oxidationsschäden schützen. Weiter wird vermutet, dass sie eine Rolle in der Signaltransduktion spielen.

Pathologien

Das Zellweger-Syndrom ist u. a. charakterisiert durch einen Plasmalogenmangel, da die Peroxisomen fast keine Enzyme mehr beinhalten und abgebaut werden. So können sie die Plasmalogene nicht mehr synthetisieren.

Reduzierte Level von Plasmalogenen im Gehirn wurden assoziiert mit Alzheimer und Down-Syndrom.

Literatur

Weblinks

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