Molalität


Molalität

Unter der Molalität (Formelzeichen: b) versteht man den Quotienten aus der Stoffmenge (n) eines gelösten Stoffes X und der Masse (m) seines Lösungsmittels L.[1] Sie wird in der Einheit Mol pro Kilogramm angegeben:

$ b_X = \frac{n_\mathrm{X}}{m_\mathrm{L}} \qquad [b_X] = 1 \,\frac{\mathrm{mol}}{\mathrm{kg}} $

Mit Hilfe der Avogadro-Konstante kann man aus der Molalität berechnen, wie viele Teilchen (Atome, Ionen, Moleküle, …) des Stoffes X in der betrachteten Masse des Lösungsmittels L gelöst sind. Molalitäten sind im Gegensatz zu Molaritäten (Stoffmenge des Gelösten geteilt durch das Volumen der Lösung) nicht temperaturabhängig.

Beispiel

Mit einer 1-molalen wässerigen Lösung von Kochsalz (NaCl) wird eine Lösung bezeichnet, die aus einem Mol NaCl (also circa 58,4 Gramm) und einem Kilogramm Wasser hergestellt wurde. Das Gesamtgewicht der Lösung beträgt also etwa 1058 Gramm. Der Vorteil dieser Angabe gegenüber der Molarität liegt darin, dass sich die Masse mit der Temperatur nicht ändert (wohl aber das Volumen) und in ihrer größeren Genauigkeit, da sich Massen besser bestimmen lassen als Volumina. Außerdem lässt sich die Molalität einfacher berechnen, da man bei der Berechnung der Molalität die Volumenkontraktion nicht mitberücksichtigen muss. Jedoch ist in der Laborpraxis meist die Molarität bedeutsamer.

Bei der Schreibweise „…-molal“ legt man die übliche Einheit Mol pro Kilogramm zugrunde. Wie stets bei Verwendung des Mol müssen auch bei der Angabe von Molalitäten die zugrundegelegten Teilchen (Atome, Moleküle, …) genau spezifiziert sein, im Beispiel: NaCl. Die Schreibweise ist nach DIN-Normung nicht zu empfehlen, denn nach DIN 32625 „darf die Bezeichnung ‚molal‘ für die Einheit mol/kg nicht mehr angewendet werden“; das DIN (Deutsches Institut für Normung) hat diese Norm jedoch im April 2006 zurückgezogen, weil kein Bedarf mehr dafür bestand.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1.  Eintrag: molality. In: IUPAC Compendium of Chemical Terminology (the “Gold Book”). doi:10.1351/goldbook.M03970.