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Kreuzkümmel (Cuminum cyminum), auch Cumin/Kumin, seltener römischer Kümmel, Mutterkümmel, weißer Kümmel oder welscher Kümmel ist ein Gewürz, das aus getrockneten Früchten eines asiatischen Doldenblütlergewächses besteht. Die Bezeichnung „Kreuzkümmel“ leitet sich ab aus der kreuzförmigen Phyllotaxis der Pflanze und dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte. Der Geschmack von Kümmel und Kreuzkümmel ist jedoch völlig unterschiedlich, obwohl beide zur Familie der Doldenblütler gehören.
Im Alten Ägypten und im Römischen Reich war Kreuzkümmel als Gewürz- und Heilpflanze beliebt. Überwiegend zu Heilzwecken wurde er in Europa bis ins Mittelalter kultiviert. Heutige Hauptanbaugebiete sind Indien, Iran, Indonesien, China und der südliche Mittelmeerraum.
Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbaren Geschmack, der von dem im ätherischen Öl enthaltenen Cuminaldehyd verursacht wird. Er ändert sich deutlich durch die Hitze beim Braten oder Kochen.
Ein typisches Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel. Das indische Garam masala enthält immer Kreuzkümmel, häufig auch das daraus abgeleitete Currypulver. Auch handelsübliche Gewürzmischungen für Chili con Carne enthalten viel Kreuzkümmel. Der Kreuzkümmel wird besonders oft mit Echtem Koriander kombiniert.
Literatur
Hans Jörg Küster: Kleine Kulturgeschichte der Gewürze, C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 2012